Stefan Klostermeier (Vierter von links) und Katharina Baudis (Sechste von links) forcieren die Wiedergründung einer BUND-Orts- oder Arbeitsgruppe in Villingen-Schwenningen. Foto: Rainer Bombardi

Der Anfang zum Comeback einer Ortsgruppe des BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) ist gemacht.

Das Interesse an dem von BUND-Regionalgeschäftsführerin Katharina Baudis organisierten Treffen zum Neustart war größer als erwartet. Nicht zuletzt auf Grund der relativ hohen Anzahl an BUND-Mitgliedern im Großraum Villingen-Schwenningen hofft Baudis darauf, dass sich weitere Interessierte hinzugesellen.

 

„Wir sollten als Arbeitskreis beginnen, da viele Menschen Respekt vor Vereinsstatuten und den Ansprüchen an ein Vorstandsteam haben.“ Ihr Ziel war es, ein Gespür für die Interessen und Aktivitäten im Bereich Natur- und Umweltschutz zu bekommen. Den Ausschlag zur Wiedergründung gab der gelernte Gärtner Stefan Klostermeier aus Schwenningen. Sein Faible für die Natur und die steigende Bedeutung einer nachhaltigen Lebensweise motivieren ihn, gemeinsam vor Ort Projekte im Bereich Natur- und Umweltschutz anzupacken.

Sammlung von Ideen und Themen

Am Auftakt der Veranstaltung stand eine Sammlung von Ideen und Themen, welche die Gruppe in nächster Zukunft bearbeiten könnte. Um eine möglichst große Effektivität zu erzielen, einigten sich die Anwesenden darauf, nicht zu viele Themen parallel zu bearbeiten. Unabhängig von den bearbeiteten Themen einigte sich die Versammlung darauf, dass als oberste Prämisse die Aufklärung der Bevölkerung im Fokus steht.

Ein Beispiel hierfür sind Schottergärten, die im Grunde genommen gemäß Landesbauordnung seit einiger Zeit verboten sind. Aufklärungsarbeit soll den Grundstücksbesitzern verdeutlichen, dass sich begrünte und bepflanzte Flächen beispielsweise nicht nur besser auf das Klima oder die Biodiversität auswirken, sondern mittelfristig auch weniger pflegeintensiv und kostengünstiger im Unterhalt sind.

Blumenwiesen fördern Insektenvielfalt

Weitere Vorschläge der Beteiligten an der Versammlung betrafen das vermehrte Anlegen von Blumenwiesen zur Förderung der Insektenvielfalt oder die Entwicklung von Maßnahmen gegen die steigende Lichtverschmutzung. Auch rechtliche Fragen wie die Wiederbepflanzung einer zerstörten aber ursprünglich als Ausgleichsfläche vorgesehenen Maßnahme standen zur Diskussion. Das Thema Müllvermeidung rückte in Form der Wiederverwendung von Kleidungsstücken in den Fokus. Katharina Baudis schlug vor, den Elan der Startsitzung zu nutzen und terminierte das nächste Treffen des Arbeitskreises auf den 17. Juli um 18 Uhr im Umweltzentrum. Zudem lud sie zum Besuch, der von der Vorgänger-Ortsgruppe umgesetzten Projekte, wie dem Steinzeitgelände nahe der Helios-Arena ein. Jederzeit willkommen sind neue Ideen und weitere interessierte Personen, die sich im Bereich Natur- und Umweltschutz ein Engagement vor Ort vorstellen können.

Kontakt

Die Ortsgruppe
ist per E-Mail unter bund.sbh@bund.net oder telefonisch unter 07720/9 93 33 53 zu erreichen.