Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins pflanzt seit 1991 jährlich einen Baum. Spenderin der Zitterpappel ist Inge Kiess.
Der Baumlehrpfad am Wangenweg wurde am vergangenen Samstag mit einer Zitterpappel ergänzt. Da es an Spendern seit Jahren nie mangelt, war in diesem Jahr Inge Kiess an der Reihe.
Die Baumspende erfolgte anlässlich ihres 80. Geburtstags. Die Zitterpappel ist der 15. Baum in Folge, der am Baumlehrpfad am Wangenweg gepflanzt wurde. Die Vorsitzende der Schwäbischen Albvereinsgruppe Trossingen, Anneliese Burgbacher, blickte aber weiter zurück, denn die Tradition der Baumpflanzung geht in Trossingen bis ins Jahr 1954 zurück. Damals hatte Helmut Kapp Senior am Solweg beim Benzinghof zwei Birken gepflanzt.
Seit dem Jahr 1991 führt die Ortsgruppe die Tradition in Trossingen weiter. Zunächst wurden die jeweiligen Bäume des Jahres über viele Jahre im Stadtgebiet verteilt. In diesem Jahr wurde der Baum des Jahres am 25. April gepflanzt, dem Tag des Baumes.
Die Zitterpappel sei als Baum des Jahres 2026 bereits im November 2025 vom Kuratorium „Baum des Jahres“ ausgewählt worden, erläuterte Anneliese Burgbacher. Die Zitterpappel (Populus tremula), regional auch Espe oder Aspe genannt, ist in fast ganz Europa, weiten Teilen Asiens und sogar im nördlichen Afrika heimisch und wächst in Höhenlagen bis zu 2000 Metern. Bis zu 30 Meter hoch kann sie auch 70 bis 90 Jahre alt werden. Manche Bäume schaffen es sogar, 200 Jahre alt zu werden.
Die Zitterpappel ist eine Anpassungskünstlerin unter den heimischen Baumarten. Sie verbessert den Boden, schenkt unzähligen Tieren Lebensraum und ist eine unverzichtbare Helferin bei der Wiederbewaldung. Das Holz der Zitterpappel ist hell, leicht und gut zu bearbeiten, also ideal für die Herstellung von Streichhölzern, aber auch Sperrholz und für die Papierproduktion. Und wer kennt ihn nicht, den Ausdruck „zittern wie Espenlaub“? Er hat seinen Ursprung im auffälligen Blattzittern dieser Espenart.