Der Naturschutzbund informierte im Bildungshaus über Artenschwund und Artenschutz.
„Die Intensivierung der Landwirtschaft und die ständig fortschreitende Flächeninanspruchnahme für Baugebiete und Infrastruktureinrichtungen sind maßgebliche Faktoren für den dramatischen Artenrückgang hierzulande. Hinzu kommt seit einigen Jahren die Erderwärmung, die vielen Arten stark zusetzt und teilweise auch zu deren Aussterben führt. Neben den Bemühungen, den Klimawandel zu begrenzen, muss daher der Fokus auf die Schaffung und Erhaltung von Flächen, die der bedrängten Natur Lebensraum, Nahrung und Rückzugsmöglichkeiten bieten, gerichtet werden“, betonen die Verantwortlichen des Naturschutzbundes (NABU).
Im Bildvortrag des NABU wurde zunächst das rechtliche Instrumentarium für den Schutz der heimischen Arten vorgestellt. Neben EU-Regelungen sind das vor allem das Bundes- und das Landesnaturschutzgesetz, auf deren Grundlage die Ausweisung von Schutzgebieten, vor allem Landschafts- und Naturschutzgebieten, erfolgt. Zudem gebe es unmittelbar durch Gesetz geschützte, in Karten und Listen eingetragene Biotope, wie etwa Feldgehölze, Hecken und Streuobstgebiete ab einer bestimmten Größe, Wacholderheiden, naturnahe Gewässer, Höhlen und Felsbildungen.
Nach diesen Ausführungen informierten Wolfgang Fuchs und Gert Rominger von der Hechinger NABU-Gruppe über die wichtigsten Biotoptypen. Heideflächen und Moore, Wälder, Streuobstgebiete und Kleingewässer seien sehr bedeutsame Biotope. Aber auch naturnahe Hausgärten und Parkanlagen bildeten einen wichtigen Lebensraum.
Die Tier- und Pflanzenwelt der verschiedenen Biotope wurde mit zahlreichen Aufnahmen vorgestellt, von denen der größte Teil aus dem Fundus von Hans-Peter Ulrich stammt, der bis vor wenigen Jahren mit seinem Bildvortrag „Streifzüge durch die Natur“ regelmäßig eine große Zahl an Naturfreunden informierte.
Mit ihrem Vortrag wollen die NABU-Aktiven auf den fortschreitenden Artenschwund hinweisen, zugleich sollen die Aufnahmen von meist stark gefährdeten Tier- und Pflanzenarten die noch vorhandene Vielfalt und Schönheit der Natur verdeutlichen, die es unbedingt zu schützen und zu erhalten gelte.