Der Baum fiel der Kettensäge zum Opfer (Symbol-Foto). Foto: Bender

Dass eine Eberesche gefällt werden musste, stößt bei unserer Leserin Adelheid Rath auf Kritik. Sie fordert, dass bei solch einem „Frevel an der Natur“ Bußgelder zugunsten von Umweltverbänden anfallen sollten.

Ein trauriges Ende für einen wertvollen Baum. Mit großem Entsetzen musste ich am vergangenen Mittwoch zusehen, wie angrenzend an mein Grundstück eine etwa 40-jährige gesunde Eberesche der Kettensäge der Stadt Dornhan zum Opfer fiel.

 

Jahrzehnte spendete sie Schatten, produzierte Sauerstoff und war Nahrungsquelle für viele Wildvögel. Die Eberesche (Vogelbeere) spielt im Ökosystem eine wichtige Rolle. Ihre leuchtend roten Beeren sind für zahlreiche Vogelarten wie Drosseln, Seidenschwänze und Meisen überlebenswichtig.

Verwaltungsakt zerstört den Baum

Gerade in Zeiten, in denen natürliche Lebensräume zunehmend schwinden, sollte jede Kommune Verantwortung übernehmen und den Erhalt solcher ökologisch wertvollen Bäume priorisieren. Es stellt sich die Frage: Warum wurde dieser Baum gefällt?

War er krank oder eine Gefahr für die Öffentlichkeit? Dies kann ich eindeutig verneinen! Lediglich ein kleiner, dürrer Ast lag unter dem Baum. Dieser Ast verursachte keinerlei Schaden. Die Begründung ? Irgend ein lapidarer Verwaltungsakt, „eine notwendige Maßnahme“, wie es so schön im Amtsdeutsch heißt.

Bedeutung für Tierwelt

Es ist immer das Gleiche: Da wird von Nachhaltigkeit gesprochen, von grüner Zukunft und Klimaschutz, doch wenn es um schnelle „Lösungen“ geht, ist ein Baum nichts weiter als ein störendes Hindernis. Gesetzlich sollten Frevel an der Natur mit einer Geldstrafe zu Gunsten einer Naturschutzbehörde belegt werden (Nabu oder BUND).

Ich appelliere an die Verantwortlichen, künftig die Bedeutung solcher Bäume für die Tierwelt stärker zu berücksichtigen. Der Schutz unserer natürlichen Umwelt sollte nicht hinter kurzfristigen Interessen zurückstehen. Die Natur kann sich nicht wehren, wir Bürger aber schon. Es reicht!

Adelheid Rath, Dornhan

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