Die Rentnergruppe bekämpfte die Ausbreitung des Knöterichs am Ufer der Wolf. Foto: Schmid

Mit Sichel, Sense und Haumesser bekämpfte eine sechsköpfige Rentnergruppe unter der Einsatzleitung von Heinrich Müller die Ausbreitung des Japanknöterichs am Ufer der Wolf.

Bad Rippoldsau-Schapbach - Die Gruppe war entlang des Ufers und des Uferpromenadenwegs auf einer Länge von acht Kilometern – von Vorseebach bis Holzwald – tätig. Der Japanknöterich (Fallopia japonica) ist ein Neophyt, der im 19. Jahrhundert als Zierpflanze und Viehfutter eingeschleppt wurde. Er ist durch seine tiefen Wurzeln äußerst robust. Aus kleinsten Wurzeln- und Stängelstücken wachsen neue Pflanzen – auch unter ungünstigen Bedingungen. Der Knöterich verdrängt heimische Pflanzen und Tierarten. Die Rentnergruppe ist sich durchaus bewusst, dass trotz ihrer harten Arbeit der Knöterich nicht ausrottbar ist. Doch durch das Abmähen der Knöterichstauden vor der Blüte werde die Pflanze in ihrer Ausbreitung geschwächt.

Eine Ausrottung wäre nur durch Einsatz von Herbiziden möglich, was aber bei Fließgewässern aus ökologischen Gründen verboten ist, andererseits können die steilen Ufer auch nicht mit Mähmaschinen bearbeitet werden. Ein zweiter Arbeitseinsatz ist für August geplant. Dadurch soll der Knöterich weiter geschwächt werden. Zudem soll so verhindert werden, dass sich die Knöterichfelder weiter ausbreiten.

Bei ihrem Arbeitseinsatz achtete die Rentnergruppe auf größtmöglichen Abstand.

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