Sie freuen sich auf den neuen Naturkindergarten: Kalkwerkchefin Jule Grammer (links) und Kindergartenleiterin Marion Sailer. Foto: Ranft

Die Kuh ist vom Eis. Der Waldkindergarten passé, die fünfte pädagogische Einrichtung für Kinder in Ergenzingen heißt „Naturkindergarten“ und bekommt seinen Platz in unmittelbarer Nähe der weitum bekannten Kalkwerkfarm.

Um weitere Details bekannt zu geben, gab es am Montag eine Info-Veranstaltung von Stadt- und Ortsverwaltung in der Mensa der Gemeinschaftsschule, zu der Ortsvorsteher Timo Wachendorfer rund 40 interessierte Eltern, Vertreter des Ortschaftsrats und die Leiterin der Grundschule, Corina Schulakovsky willkommen heißen durfte.

Suche nach einem Standort

Nach langer Suche nach einem geeigneten Standort sei man nun fündig geworden, freute sich Wachendorfer und der für die städtischen Kindergärten zuständige Robert Müller-Sinn ergänzte den Ortsvorsteher dahingehend, dass man auch eine Kooperationspartnerin und eine Kindergartenleiterin gefunden habe. Deren Vorstellung überließ Müller-Sinn den Betroffenen selbst und so erfuhren die Anwesenden aus dem Munde der künftigen Leiterin Marion Sailer (54), dass sie als gebürtige Heilbronnerin langjährige Leitungserfahrung hat, auch schon in Remmingsheim tätig war und seit 15 Jahren in Rottenburg lebt. Ihr Beruf sei ihre Leidenschaft, so Sailer, und mit der Leitung eines Naturkindergartens gehe für sie ein ganz großer Traum in Erfüllung.

2,48 Personalstellen

Als Kooperationspartnerin wird sie von Jule Grammer, der legendären Chefin der Kalkwerkfarm unterstützt. Die Erlebnispädagogin für tiergestützte Therapie, die eine 20-jährige Erfahrung in „Sachen Tiere und Kinder“ auf dem Buckel hat und in diesem Fall zugleich Grundstücksnachbarin ist, wird sich ebenfalls bei der neu zu schaffenden Einrichtung einbringen, in der 20 Kinder betreut werden können. Dafür stünden dann 2,48 Personalstellen zur Verfügung, so Müller-Sinn, der dann die Planung vorstellte.

Diese sieht vor, dass zwischen den bestehenden Bäumen ein „Wichtelwagen“ als Unterkunft für die Kinder aufgestellt wird. Dieser beinhaltet eine kleine Küche, eine Toilette und einen Garderobenbereich. Beheizt wird der Wagen mit Gas, zumal Solar oder Photovoltaik aus bebauungsplanrechtlichen Gründen nicht möglich sind. Außerdem werden noch zwei Parkplätze geschaffen.

Start nach den Ferien

Seinen Betrieb aufnehmen wird der Naturkindergarten nach den Sommerferien. An ein Mittagessen im neuen Kindergarten ist nicht gedacht, aber ein zweites Vesper sei durchaus möglich erklärten Müller-Sinn und die künftige Kindergartenleiterin übereinstimmend. Abschließend gab es von den Eltern noch eine Fülle an Fragen, bei denen es insbesondere um Anmeldeformalitäten, Regularien und die Gründung eines Fördervereins für den Naturkindergarten ging. Müller-Sinn stellte dabei heraus, dass der Kindergarten in erster Linie für die örtlichen Kinder gedacht sei. Auch an eine Kooperation mit der Grundschule sei gedacht, was deren Leiterin Corina Schulakovsky auch bestätigte.