Hier, im Nationalparkzentrum Ruhestein, können Besucher seit einiger Zeit nur noch bar bezahlen. „Nicht nachvollziehbar“, findet CDU-Abgeordnete Katrin Schindele (Archivfoto). Foto: Helga Michel

Nur noch Barzahlung möglich: Die CDU-Landtagsabgeordneten Katrin Schindele und Cornelia von Loga haben eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zur Bezahlsituation eingereicht.

Die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Katrin Schindele (Wahlkreis Freudenstadt) und Cornelia von Loga (Wahlkreis Baden-Baden/Bühl) haben eine Kleine Anfrage an die Landesregierung zur aktuellen Bezahlsituation im Nationalparkzentrum am Ruhestein eingereicht. Hintergrund ist, dass Besucher seit Monaten nur noch bar bezahlen können, heißt es in einer Pressemitteilung.

 

Das im Oktober 2020 in Betrieb genommene Nationalparkzentrum verzeichnete im Jahr 2023 etwa 100 000 Besucher wobei rund 60 000 Gäste die Dauerausstellung besuchten, darunter viele internationale Gäste. Seit einiger Zeit ist die Kartenzahlung nicht mehr möglich, nachdem der Vertrag mit dem ursprünglichen Zahlungsdienstleister „aufgrund vertraglicher Schwierigkeiten“ aufgehoben wurde.

So heißt es aktuell im Internetauftritt des Nationalparks Schwarzwald: „Tickets für die Ausstellung können ausschließlich vor Ort an der Kasse erworben werden. Beachten Sie bitte, dass derzeit nur Barzahlung möglich ist.“

Kein zeitgemäßer Standard

„Es ist nicht nachvollziehbar, dass in einer 2020 neu eröffneten Einrichtung des Landes keine bargeldlose Zahlung möglich ist“, kritisiert Schindele. „Wir leben im Jahr 2025, und viele Menschen, insbesondere internationale Gäste, führen eher wenig Bargeld mit sich.“

Von Loga ergänzt: „Der Schwarzwald ist eine international bedeutende Tourismusregion. Das Nationalparkzentrum ist ein wichtiges Anlaufzentrum für die Besucher und sollte zeitgemäße Standards erfüllen. Die ausschließliche Barzahlung steht dem Anspruch eines modernen Besucherservice diametral entgegen. Wir erwarten nun kurzfristige Lösungen.“

CDU-Abgeordnete wollen Antworten

Mit ihrer Kleinen Anfrage wollen die beiden Abgeordneten von der Landesregierung wissen, seit wann keine Kartenzahlung mehr möglich ist, welche Schwierigkeiten zur Vertragsauflösung führten und welche kurz- und langfristigen Lösungen geprüft werden.

Zudem fragen sie nach der Einführung einer Online-Buchungsmöglichkeit für Tickets, nach Informationsmaßnahmen für Besucher sowie nach den zu erwartenden Kosten für die Wiedereinführung digitaler Zahlungssysteme.

„Es geht hier nicht nur um Komfort, sondern auch um Barrierefreiheit im weiteren Sinne und um die Attraktivität einer wichtigen touristischen Einrichtung in unserer Region“, so Schindele und von Loga.