Das Loipenteam des Nationalparks ist jede Nacht mit dem Pistenbully unterwegs. Foto: Nationalpark

Zwei Teams im Einsatz. Rücksicht auf Tiere. Ansturm bisweilen heftig.

Freudenstadt-Ruhestein - Wintersportfans dürfen sich in diesem Jahr freuen. Der Nationalpark Schwarzwald ist schon seit einer Woche weiß bedeckt. Jede Nacht ist das Loipenspurteam mit zwei Pistenbullys im Einsatz, um alles für die wintersportfreudigen Gäste vorzubereiten.

"Insgesamt präparieren wir 154 Kilometer Loipen im und rund um den Nationalpark, sieben Kilometer Winterwanderwege und zwei Rodelhänge", fasst Gebietsleiter Tim Tschöpe die Aufgaben des achtköpfigen Loipenteams zusammen. Kein einfacher Job, bei Schnee und Kälte mitten in der Nacht die Loipen zu spuren. Fünf Männer teilen ihn sich in wechselnden Schichten – "und alle sind hoch motiviert", freut sich Nationalparkleiter Thomas Waldenspuhl. Drei weitere Männer kümmern sich um die Organisation und die Pflege der Loipenportale, auf denen sich Besucher täglich über den Zustand der Loipen informieren können. Die Vorbereitungen für die Wintersaison hatten allerdings schon lange vor dem ersten Schneefall begonnen. "Wir haben im Herbst den Metaweg – die einzige Nord-Süd-Loipenverbindung durch den Nationalpark und Teil des Skifernwanderwegs Freudenstadt-Herrenwies – saniert", berichtet Tim Tschöpe. Der Weg, der den Ruhestein mit der Darmstädter-Hütte verbindet, hätte sonst wegen seines schlechten Zustands nicht mehr für den Wintersport genutzt werden können. Der Weg wurde mit einem Granit-Mineralgemisch begradigt, "und das Wasser kann über massive Holzrinnen geordnet abfließen", sagt der Gebietsleiter.

Ansturm bisweilen heftig

Tschöpes Bilanz der ersten Schneewoche im Nationalpark fällt positiv aus: "An den Einstiegspunkten wie Ruhestein und Seibelseckle war der Ansturm allerdings bisweilen heftig – wir bitten dringend, Rücksicht zu nehmen, Abstand zu halten und gegebenenfalls Masken zu tragen." Während die Rodel- und Skihänge überfüllt waren, konnte den ruhigen Winterwald genießen, wer sich auf den Loipen etwas vom Trubel entfernte. "Ich habe selbst viele Strecken getestet – abseits der Knotenpunkte lässt es sich sehr ungestört langlaufen", sagt Tschöpe.

Auch die Rücksicht auf die Natur sollte im Nationalpark oberstes Gebot sein – ganz besonders im Winter. "Jede Störung, vor allem abseits der Wege, kann für die Tiere lebensbedrohlich sein. Sie brauchen ihre Ressourcen, um gut durch die kalte Jahreszeit zu kommen", sagt Thomas Waldenspuhl.  Aktuelle Informationen zur Schneelage gibt es im Internet auf den Seiten der Nationalparkregion oder beim Loipenportal.

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