Olivia Gerspach mit Partnerschild des Nationalparks Foto: © Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald)

Das Partnernetzwerk des Nationalparks Schwarzwald wächst weiter und ist in lebendigem Austausch.

„Das diesjährige und erste Netzwerktreffen aller Partnerkategorien war ein wichtiger Schritt für den Nationalpark und seine Botschafterinnen und Botschafter, die ein immer dichteres Netz regionaler Beziehungen bilden“, zieht Britta Böhr, Leiterin des Nationalparks Schwarzwald, laut Pressemitteilung eine positive Jahresbilanz für das Partnernetzwerk des Nationalparks Schwarzwald.

 

Erstmals konnten sich Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft, Gesellschaft und Ehrenamt kennenlernen und vernetzen, heißt es darin. „Wir sind zum Beispiel eine Verbindung mit dem Schwarzwaldverein eingegangen und haben im Nachgang die Jubiläumsveranstaltung zum 125-jährigen Bestehen des Westwegs unterstützt, der auch durch den Nationalpark führt“, so Moritz Glauner, Geschäftsführer der Alpirsbacher Klosterbräu.

An diese positive Resonanz will das Nationalparkteam anknüpfen. „Das nächste Netzwerktreffen im März ist fest geplant – diesmal werden wir verschiedene Führungsangebote im und um den Nationalpark in den Fokus stellen“, sagt Olivia Gerspach, die die regionalen Partner koordiniert.

Unterstützung im „Tal X“

Die Gartenschau im „Tal X“ zwischen Freudenstadt und Baiersbronn sei ebenfalls zu einer starken Bühne für die regionale Zusammenarbeit geworden. Die Nationalparkregion Schwarzwald beteiligte sich zum Beispiel mit zusätzlichen Ständen und einem Rahmenprogramm. Ehrenamtliche Ranger und Mitglieder des Freundeskreises Nationalpark Schwarzwald halfen tatkräftig mit.

Auch bei nationalen und internationalen Partnerschaften gab es regen Austausch: Ein Team des Nationalparks Sächsische Schweiz war mit seinem eigenen Partnernetzwerk im Schwarzwald zu Gast. „Themen waren unter anderem touristische Angebote und unsere Koniks auf den Grinden“, erzählt Gerspach.

Internationale Delegationen aus dem Khao Yai Nationalpark in Thailand, aus Korea und zwei brasilianischen Parks kamen dieses Jahr, um den „national park black forest“ kennenzulernen. Neu in der Partnerrunde sind die brasilianischen Nationalparks Itatiaia und Pico da Neblina. Umweltministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen) und Nationalparkleiterin Böhr unterzeichneten die Kooperationen im November auf der UN-Klimakonferenz in Belém.

Zuwachs im Rangerteam

Regional stieß die Ferienwohnung Rußberghaus in Baiersbronn neu zum Netzwerk dazu. „Ich bin Partner des Nationalparks, weil ich die Idee des Nationalparks, Naturschutz und Natur erlebbar zu machen, voll unterstütze“, sagt Norbert Eder, Vermieter des Hauses.

Norbert Eder ist mit seinen Ferienwohnungen im Rußberghaus in Baiersbronn neu im Partnernetzwerk dabei. Foto: © Olivia Gerspach (Nationalpark Schwarzwald)

Der leitende Ranger Urs Reif konnte sich über Zuwachs in seinem Team freuen. „Wir haben drei neue Rangerinnen und Ranger in den ehrenamtlichen Naturschutzdienst bestellt“, sagt er. Ebenfalls neu dabei: 31 Wanderführer haben in diesem Jahr die „Zusatzqualifikation Nationalpark Schwarzwald“ erhalten oder die Zertifizierung zur Auffrischung genutzt. Insgesamt konnten seit der Parkgründung mehr als 360 Wanderführer ausgezeichnet werden.

Befragung von Gästen und Einheimischen

Bei einer Gästebefragung erhielt der Park Unterstützung. „Zahlreiche touristische Partner haben die Befragungskarten ausgelegt und zu einer Beteiligung von mehr als 1000 Gästen sowie Einheimischen beigetragen. Damit lernen wir die Menschen und Gäste der Region noch besser kennen, verstehen was in der Region gut gefällt und wo noch Verbesserungsbedarf ist“, erklärt Natalie Schacht, die die touristische Zusammenarbeit betreut.