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Nationalpark Hinter den Kulissen: Das Besucherzentrum

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Noch braucht es Fantasie, um sich vorzustellen, wie es hier einmal aussehen wird. Foto: Jannik Nölke

Ruhestein - Gleich in mehrere Richtungen streckt sich das Gebäude in den Wald, von Fichten, Tannen und Ahornen dicht umringt. Die Besucher stehen auf der Aussichtsplattform zwischen den Baumkronen, rechts und links ist nichts weiter zu sehen als Wald.

Noch braucht es etwas Fantasie, denn das Besucherzentrum auf dem Ruhestein im Nationalpark Nordschwarzwald ist derzeit eine Großbaustelle. Zwar sind die einzelnen Elemente - die langen Riegel aus Holz, die kreuz und quer übereinanderliegen und an umgefallene Baumstämme erinnern - schon gut erkennbar. Man bekommt auch einen ersten Eindruck davon, wie die Fassadenverkleidung später aussehen wird. Doch jetzt dominieren noch der riesige Kran und die Baugerüste das Gelände. Und die besonders anspruchsvollen Teile - den frei schwebenden Skywalk und den schrägen Aussichtsturm - gibt es derzeit lediglich im Miniaturformat als 3D-Modell.

"Es wird spektakulär", schwärmt Architekt Jörg Sturm, dessen ambitioniertes Konzept nun Schritt für Schritt Realität wird. Ende 2020 soll das Besucherzentrum am Ruhestein eröffnet werden. Das Großprojekt hat bereits vor dem Baubeginn 2016 für heftige Diskussionen gesorgt. Vor allem die ständigen Kostensteigerungen haben lange die Debatte geprägt. Der letzte Stand: Rund 50 Millionen Euro wird die Gesamtmaßnahme Besucherzentrum kosten, Infrastruktur, Parkplätze, Dauerausstellung und Verwaltungsgebäude inklusive.

Aber auch die besondere Architektur hat ihren Preis. Das Konzept sieht ungewöhnliche Formen vor - und sehr viel Holz. Das Material kommt größtenteils aus heimischen Wäldern, vor allem Weißtanne und Fichte. Für den Aussichtsturm wird allerdings Alaska-Zeder aus Nordamerika verwendet. "Es handelt sich um sieben Prozent der Fassadenfläche und 0,5 Prozent vom gesamten Holz", erklärt Holger Probst von Vermögen und Bau, Amt Pforzheim. Da die Schindeln am Turm senkrecht verlegt werden müssten, sei die Lösung mit Alaska-Zeder die langlebigste und somit nachhaltigste. 

Pia Riegert-Matt, Leiterin von Vermögen und Bau, Amt Pforzheim, ist vom Konzept nach wie vor überzeugt: "Wir haben eine Lösung gefunden, die viele Anforderungen erfüllt, die einmalig ist und identitätsstiftend zum Schwarzwald."

Der Wald wird auch zum Hauptthema in der großen Dauerausstellung, die auf 1000 Quadratmetern die Geschichte des Baumes von der Krone bis zur Wurzel erzählen wird - bis tief in die neuronalen Netze. Auf verschiedenen Ebenenen werden dort Zusammenhänge im Wald am Beispiel einer 600 Jahre alten Tanne gezeigt und erlebbar gemacht.

Aber auch andere Bereiche werden das Besucherzentrum mit Leben füllen. Geplant sind eine Info- und eine Gastronomie-Zone sowie ein Shop mit regionalen Produkten. Im Obergeschoss wird Platz für Verwaltungs- und Schulungsräume geschaffen. Das Gebäude wird für alle zugänglich und bis auf den Aufsichtsturm barrierefrei sein. "Das wäre sonst furchtbar teuer gewesen", gibt Riegert-Matt zu. Architektonisch ist der Skywalk, der wie eine Brücke aus dem Gebäude direkt in den Schwarzwald führt, eine Herausforderung. Doch die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch. "Es geht sehr zügig voran. Wir wollen nächstes Jahr fertig werden", sagt Riegert-Matt.

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