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Nationalpark Buhlbachsee: Umrunden verboten

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Der Buhlbachsee soll wilder werden. Darauf weist auch ein Schild direkt am See hin. Foto: Michel

Baiersbronn - Abgesägte Bäume, Überreste von Bänken, Stämme, die quer über dem Weg liegen – dass es am Buhlbachsee zurzeit ganz schön nach Baustelle aussieht, das räumt auch die Nationalparkverwaltung ein. Doch am Ende soll der Buhlbachsee durch die Maßnahmen gewinnen.

So mancher Wanderer reibt sich verwundert die Augen oder ärgert sich, wenn er rund um den Buhlbachsee auf Sperrungsschilder oder gleich auf querliegende Bäume als Barrikaden auf dem Weg stößt. Doch hinter dem Ganzen steckt ein Konzept, und das ist schon lange beschlossen.

Nimmt man es ganz offiziell, ist der Rundweg um den Buhlbachsee eigentlich schon seit 2017 aus der Nutzung genommen. Denn im April 2017 war das Wegekonzept für den Nationalpark vom Nationalpark­rat beschlossen worden. Zu dem Konzept gehört auch, dass der Buhlbachsee, der in der Kernzone des Nationalparks liegt, nicht mehr umrundet werden kann.

Zwei Wege führen zum See

Zwei Wege gibt es noch zum Buhlbachsee, einer kommt aus Richtung Buhlbach über das Spaltbächle, der andere vom Parkplatz Bärenteich an der Schwarzwaldhochstraße. "Am Buhlbachsee kann man nur noch an der östlichen Seite entlanglaufen", so Franziska Schick, stellvertretende Pressesprecherin der Nationalparkverwaltung.

Im Nationalpark, so Schick, gelte die sogenannte positive Beschilderung. Das bedeutet, dass die Nutzung von Wegen, die nicht als Wander-, Rad- oder Reitwege ausgeschildert sind, nicht erlaubt ist. Wege, die freigegeben sind, sind entsprechend gekennzeichnet.

Im Moment sei das Wegekonzept des Nationalparks in der Umsetzung, sagt Franziska Schick. Dazu gehöre auch, dass erkennbar werde, wann man den Nationalpark betrete und wann man ihn verlasse.

Am Buhlbachsee werde nun wirklich sichtbar, welche Wege gesperrt sind. Die Barrieren, die dort mit querliegenden Bäumen und Steinen geschaffen wurden, sollen dazu beitragen, dass die betroffenen Wege wirklich nicht genutzt werden. "Bei manchen Wegen bekommt man sonst keine Ruhe rein", sagt Schick.

Im unteren Bereich des Buhlbachseewegs sei ein seit Beschluss des Wegekonzepts gesperrter Weg mit Schaffung einer natürlichen Barriere nun deutlich sichtbar blockiert. Der dort kreuzende Buhlbach sei aus seiner Verdohlung geholt worden und dürfe sich nun seinen Weg an der Oberfläche wieder alleine suchen. Das habe eventuell den Eindruck vermittelt, dass das Bachbett verlegt worden sei. Zusätzlich seien Sandsteinblöcke und Bäume zur Verblendung verwendet worden, um deutlich kenntlich zu machen, dass dieser Weg nicht mehr betreten werden darf.

Im Fokus steht die Vogelwelt

Es gehe am Buhlbachsee um die besondere Vogelwelt – die, die es dort schon jetzt gibt, und die, die sich noch ansiedeln soll. Durch die Sperrung sollen für die Vögel Rückzugsräume geschaffen werden. Es handle sich um wertvollen Lebensraum für die Tiere, so Schick.

Für die Menschen solle die Tierwelt erlebbar gemacht werden. So soll noch eine Aussichtplattform geschaffen werden, um Vögel beobachten zu können. Schick räumt ein, dass es im Moment "wohl wirklich Richtung Baustelle" aussehe. Doch all das diene dazu, dass niemand aus Versehen die gesperrten Wege nutzt. Die Bänke seien entfernt worden, da sie durch neue Bankgruppen – so wie die Bänke am Lotharpfad – ersetzt werden sollen. Mittelfristig sei auch ein Tisch am See vorgesehen.

Zudem hätten die Fichten, unter denen die Bänke standen, gefällt werden müssen, da sie vom Borkenkäfer befallen und instabil gewesen seien. Dass solche Bäume auch in der Kernzone gefällt werden, hänge mit der Verkehrssicherungspflicht zusammen. Die Bäume hätten eine Gefährdung der Besucher dargestellt. "Wir hoffen, dass das Gebiet zum Saisonstart wieder angemessen aussieht", sagt Schick. "Wir sind der Meinung, dass der Buhlbachsee dadurch gewinnen wird."

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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