Das Theater am Ring in Villingen wird während dem Gig von Nashville live! performed by The Bandits zum Western-Saloon Foto: Rainer Bombardi

Ein Feuerwerk der guten Laune zündeten „Nashville Live!“ performed by the Bandits im Theater am Ring, das sich während eines Abends in einen Western-Saloon verwandelte.

Mit einer Eruption an Country-Hits der vergangenen Jahrzehnte tauchten die Bandits ihr Publikum in eine Zeit ein, in welcher rauchende Colts, Lassos, über den Tresen gleitende Whiskygläser und emotionsgeladene Wildwest-Romantik das Geschehen prägten.

 

Von Beginn an ließ sich das Publikum bereitwillig auf diese Reise mit der spontan sympathisch wirkenden Country-Band ein, die in der Besetzung mit sieben Cowboys und einem Cowgirl angetreten war.

Reichlich Songs zum Mitsingen, die nicht nur den Fans der Country-Szene ein Begriff sind, hatten sie im Gepäck. Während eines Ausflugs in die City of New Orleans, in der sie mit „Let Your love flow“ begeisterten, brachen die Bandits von Beginn an die Herzen des Publikums.

Lady Etta auf der Bühne

Danach betrat Lady Etta alias Kerstin Heiles die Bühne, die mit ihrer Stimme und ihren Kostümen ebenbürtig zu jedem der einstigen Saloon- und Western-Girls wirkte. In Hits wie „Jeans On“ oder „Joline“ kristallisierte sich rasch die Wertschätzung heraus, die „Nashville Live!“ für den Country-Sound hatten.

Im Theater am Ring war eine Band zu Gast, die mit klarem und eingängigem Gesang und in bester instrumentaler Country-Band-Besetzung begeisterte, ohne den Kontakt zu ihrem Publikum aus den Augen zu verlieren.

Es geht unter die Haut

Die Emotionen, mit welchen Etta in den aus der Feder von Dolly Parton stammenden Welthit „I will always love you“ wiedergab oder mit denen Butch alias Michael Willms den Welthit „Me an Bobby McGee“ wiedergaben, gingen unter die Haut und stärkten im Publikum das Gefühl, einen großen Moment des Country-Rock live zu erfahren.

Enthusiastischer Beifall brandete auch nach den Soli von Teufelsgeiger Martin Deubel und Pianist Christoph Pauli auf. Begeisternde Musik aus der Country-Welt prägten auch den zweiten Konzertteil. Dieser endete mit einem Donnerhall an Welthits, bei denen „These boots arm ade of walking“ durch den „Ring of fire“ führten und es kaum noch jemand im Saal gab, den es auf den Plätzen hielt.

Zum Abschluss kam Etta, ihren Sohn auf dem Arm, auf die Bühne. Er war der Grund dafür, dass sie sich zwei bis dreimal eine kurze Auszeit vom Konzert nahm. Rund 120 Minuten dauerte das Spektakel, ehe der Western-Saloon im Theater der Vergangenheit angehörte.