Mit einem zünftigen Jubiläumsabend haben die Melchinger Narrhalla Klein-Berlin die Fasnetsssaison eröffnet.
Mächtig was zu feiern hatten die Narrhalla Klein-Berlin (NKB): 75 Jahre Narrhalla Klein-Berlin, 40+1 Jahre Klein-Berliner Burghexen und 33 Jahre Klein-Berliner Bären waren für die Verantwortlichen Grund genug, die Fasnetssaison mit einem Jubiläumsabend in der Melchinger Festhalle zu eröffnen.
Aber was bedeuten diese Zahlen? „75, 41, 33 sind mehr als Jubiläumsmarken. Sie stehen für Freundschaft, Zusammenhalt, Leidenschaft und Brauchtum und unzählige Stunden voller Fleiß und Fasnetsblödsinn“, erklärte Narrenpräsident Stefan Kürsammer in seiner Begrüßungsrede.
Burladingens Bürgermeister bringt die silberne Ehrennadel und ein Fass Bier
Und weiter: „Ein Verein lebt von den Menschen die ihn gestalten. Darum möchte ich allen danken, die sich für unseren Verein engagieren – ohne euch gäbe es keine Fasnet, wie wir sie lieben.“
Bürgermeister Davide Licht, er ist auch Schirmherr der Jubiläen, gratulierte in schwäbischer Reimform der NKB und überbrachte die silberne Ehrennadel der Stadt Burladingen. Und für die durstigen Kehlen der Narren hatte der Bürgermeister noch ein Fass Bier im Gepäck.
Das gemeinsame Ziel, das wirken und die Tradition der Fasnet wach zu halten und in seiner ganzen Vielfalt zu präsentieren, gipfelte in Ehrungen für über 40 Jahre treue Vereinsmitgliedschaft.
„Die erfolgreichste Bärenzucht zwischen Albtrauf und Hauptstadt“
Über 25 Mitglieder, darunter auch einige Gründungsmitglieder der Burghexen und Klein-Berliner Bären, wurden auf die Bühne gebeten und erhielten aus der Hand des Prinzenpaares und Davide Licht den Ehrenorden der Narrhalla Klein-Berlin.
Danach machte die große Garde, trainiert von Sonja Held, einen Vorgeschmack mit Lust auf mehr, mit ihrem neu einstudierten Marschtanz.
Digitalisierung trifft Brauchtum, war das Motto von Elferrat Tobias Ellner: Er stellte die neue NKB-App den Narren vor. Zurzeit läuft noch ein Probelauf mit einer Pilotgruppe, doch ab dem nächsten Jahr werden bereits die Busreservierungen über die App gehändelt.
Mit einer „Late Night Klein-Berlin“ Talkshow stellten Bärenvatter Sven Geisel und Nicolai Werz die Arbeit der 80-köpfigen Bärengruppe vor. Kürsammer witzelte: „Wir sind die erfolgreichste Bärenzucht zwischen Albtrauf und Hauptstadt“, bevor diese einen beeindruckenden Bärentanz auf die Bühne brachten.
Großes Festwochenende am 23. und 24. Januar
Die Geschichte der inzwischen auf 190 Mitglieder angewachsenen Burghexen ließ Hexenvatter Florin Schanz mit eine Bildershow aufleben. Schanz gab auch detaillierte Auskunft über das Festwochenende am 23. und 24 Januar 2026, an dem die Jubiläen mit einem Brauchtumsabend der Klein-Berliner Bären und einem Dämmerumzug der Burghexen gefeiert wird.
Schaurig und akrobatisch zeigte die Burghexen ihren neuen Hexentanz. Die Qual der Wahl hatten anschließend die Narren als Narrenschreiben Michael Pfahler über 20 Motto Vorschläge für die neue Saison präsentierte. Mit knapper Mehrheit wurde„ mir brauchet koin Fliager, koi Meer und koin Sand – Mir machet Malle hier in Klein-Berlin im Schwobaland“ als Motto gewählt.
Finaler Höhepunkt des Abends war die Wahl des Prinzenpaares. Nach einem Losentscheid sind Alex Holderle und Leonie Mader die Auserwählten, welche die Klein-Berliner Narrenschar durch die Saison 2026 führen werden.