Kurz, knackig und entspannt war der Fasnachtsumzug in Steinen. Langeweile kam trotzdem nicht auf – die Freude war spürbar.
Der Umzug in Steinen ist einer der kleinsten der hiesigen Fasnacht. Am Sonntag machten sich acht Gruppen auf den Weg von der Köchlinstraße bis zum Cornimont-Platz, wo das Narrendorf aufgebaut war. Angeführt wurde die Parade vom 79-jährigen Alt-Narrenvater Herbert Strittmatter und Bürgermeister Gunther Braun, der sich als „Paradiesvogel“ präsentierte.
Auf der sonnigen Strecke, die von der Freiwilligen Feuerwehr abgesichert wurde, bewarfen die Fasnächtler die Zuschauer mit Konfetti, Bonbons und Snacks. Der Musikverein Höllstein, als Piraten kostümiert, zog in Schlangenlinien über die Straße. Die Schlierbachschränzer Fahrnau begleiteten den Umzug musikalisch, die größte Gruppe, die Höllewesen aus Ehrenkirchen, führten einen Ghettoblaster mit, aus dem fetzige Beats kamen. Michael Lorenz, zweiter Vorsitzender der Höllewesen, sagte: „Der Umzug ist kurz, knackig und entspannt.“
Besonders schön sei, „dass alles erlaubt ist.“ Monika Weber-Glaser hatte wieder ihre Familie zusammengetrommelt, die einen kleinen Wagen mit einem Spruch zum Freibad mit sich führte.
Friedrich Göller schenkte „Medizin gegen das Badewasser“ aus und erinnerte mit seinem mobilen Flüssigkeitsspender daran, dass es im Vorjahr einige Zeit gedauert hatte, bis das Wasser in den Becken die Qualität hatte, um Freibad wieder zu eröffnen. Hinter seiner „Medizin“ verbarg sich Zwetschgen- und Birnenschnaps.
Die Neu-Hauinger-Bären- Gründer der Buurefasnacht, hatten im vergangenen Jahr eine Einladung von den Steinemer Fasnächtlern bekommen, hatten zu diesem Zeitpunkt aber schon für den Lörracher Umzug zugesagt, wie Diana Schuster, eine der Bärinnen, erzählte.
Dieses Jahr habe es nun aber geklappt. Natürlich beteiligte sich auch die Fasnachtsgesellschaft Steinen mit den Schnudernasen und den Häfnetgeistern am Umzug. Die Häfnetgeister wiesen mit Schildern auf die globalen und lokalen Krisen hin: „Trump“ stand auf einem Wimpel „Gmeihushalt ? Euro“ auf einem anderen. „Schwimme sotsch chönne“ lautete das Motto der Steinener Fasnacht.
Dieter Volz, Organisator des Umzugs, freut sich, dass damit ein Bestandteil der Fasnachtstradition erhalten bleibe. Gabriele Kaiser-Bühler begrüßte die Narren am Cornimont-Platz, wo gewirtet wurde. Bei den Handballern gab es Sandwich-Toasts, beim Musikverein Höllstein Grillwürste. Die Grundschule Höllstein verkaufte Waffeln und spendete den Erlös der Klasse 2b.
Am Stand des Freibadvereins konnten jeder selbst entscheiden, was er bezahlt. Die Schlierbachschränzer spielten zum Platzkonzert auf.