Umzug durch das Dorf mit der neuen Fahne. Foto: Baasner

Buntes Treiben war am Samstag in Zimmern unter der Burg angesagt. Die Narrenzunft weihte ihre neue Fahne.

Zimmern u.d. B. - Der Auftakt begann mit einem Sektempfang im Bürgerhaus. Geladen waren das Brauchtumsgremium und Zunftmeister mit Abordnungen des Narrenfreundschaftsringes Zollernalb, Zunftmeister, Ehrenzunftmeisterin Heidi Stutz, Glockenmacher Fritz Koch aus Schörzingen, Larvenschnitzer und Burgengießer Thomas Hahn aus Wellendingen, Kleidle Schneider Petra und Marcel Schatz, sowie Ehrengäste.

Sie wurden von Christoph Jäger und Benjamin Gauß mit dem Zimmerner Narrenruf "Hau – Druff" begrüßt. Die Hauptperson war Alwin Wäschle aus Weilen unter den Rinnen. In unzähligen Arbeitsstunden, mit viel Herzblut und Liebe zum Detail entwarf er mit künstlerischem Geschick die Zunftfahne.

Alwin Wäschle fertigt Fahne

Bereits seit 1988 bemalt Alwin Wäschle das Häs der Burgnarren. Die Ehrengäste wurden vor dem Bürgerhaus vom Musikverein, Diakon Stephan Drobny und den Ministranten zur Prozession empfangen. Hästräger und Einwohner feierten in der Kirche die Narrenmesse. In seiner Predigt gab Drobny Einblicke in die Hintergründe und Bedeutungen einer Fahne. Eine Fahne stehe für Gemeinschaft, Zusammenhalt, Tradition und als Wahrzeichen. Neben dem Musikverein umrahmte der Männergesangverein die Messe und sorgte mit dem "Zimmerner Heimatlied" für einen Gänsehautmoment. Die Zunfträte verlasen die Fürbitten, welche auf die fünfte Jahreszeit abgestimmt waren.

Fasnet bedeutet Freude

Nach der Enthüllung und Segnung der Zunftfahne sagte Drobny: "Fasnet bedeutet Freude. Freude, die ich an diesem besonderen Tag in euren Gesichtern sehen kann. Tragen wir nun diese Freude mit der Fahne hinaus in die Gesellschaft.

Umzug und närrisches Treiben

Nach dem Umzug fand in der Gemeindehalle das Narrentreiben statt. Ringpräsident Walter Sieber überbrachte Grußworte und sorgte mit seinem Gastgeschenk für Überraschung und einen weiteren Höhepunkt. Neben der Fahne des Narrenfreundschaftsringes überreichte er den Zunfträten die Urkunde zur Anerkennung als immaterielles Kulturerbe der UNESCO. Im August war der Antrag gestellt worden. Alwin Wäschle berichtete über die Entstehung der Fahne und lobte Petra und Marcel Schatz, die für das Nähen und Veredeln zuständig waren. Auch hob er die Zusammenarbeit mit Zunftrat Seraphin Rau hervor, der die Organisation übernommen hatte. Benjamin Gauß und Christoph Jäger überreichten den Mitwirkenden Präsente. "Der Tag wird in die Geschichte eingehen", hieß es immer wieder.