Markus Fischer hat wieder das Zepter als Zunftmeister bei der Narrenzunft Salzstetten übernommen. Foto: Maier

Markus Fischer ist alter und neuer Zunftmeister in Salzstetten. Der 51-Jährige, der schon von 2006 bis 2018 diese Führungsposition zwölf Jahre lang inne hatte, ist nach der dreijährigen Amtszeit von Marcel Söll (2018 bis 2021), der sein Amt niederlegte, erneut in diese Leitungsaufgabe berufen worden.

Waldachtal-Salzstetten - Ehrenzunftmeister Markus Fischer hat auf Wunsch der Zunft wieder die Verantwortung übernommen. Bestätigt wurde seine Wahl zum Zunftmeister in der Generalversammlung am 9. Oktober 2021 im Gemeindesaal mit 55 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung. Weiterhin Mandate als Vize-Zunftmeister bekamen Frank Müller und Herbert Kneißler.

Die Narrenzunft Salzstetten mit ihren rund 165 Aktiven in sieben Gruppen und 100 passiven Mitgliedern zählt zu den Aktivposten im Närrischen Freundschaftsring Neckar-Gäu und arbeitet mit den benachbarten Zünften im GLAS-Verbund (Grünmettstetten, Lützenhardt, Altheim, Salzstetten) intensiv zusammen. 38 Aktive zählt die Gruppe Schellenbergnarren, die ihren Namen dem gleichnamigen Berg bei Heiligenbronn verdanken. 32 Musiker verkörpern die namhafte Tuders Rhythm- und Brassband "Live from Black Forest" und 28 Männer treiben bei den Siebenhügelhexen ihr Unwesen. Weitere Gruppen sind die Schlattwaldteufel, der Hofstaat, Gsendl vom Schlössle und die Tanzgarde.

Als Schriftführerin fungiert Tanja Schuh und die Finanzen verwalten Ute und Jean-Marc Isede. Das Amt der Jugendleiterin hat Verena Sadzik ab 2020 für zwei Jahre von Lena Seid übernommen. Seit den jüngsten Wahlen gibt es zum Teil neue Gesichter in den Gruppenleitungen.

Brauchtumsmeister hat die Fäden in der Hand

Maren Fischer organisiert als Gruppenleiterin die größte Gruppe, die Schellenbergnarren. Ihre Stellvertreterinnen sind Sylvia Bechtold und Beatrice Mayer, geborene Erath. Aus dem Leitungsteam bei den "Schellen" wechselte Verena Sadzik 2020 zur Jugendleitung der Zunft. Matthias Herr und sein Stellvertreter Simon Kneißler organisieren die Musikgruppe "Lustige Tuders". Marius Fischer und sein Stellvertreter Felix Frank leiten die Siebenhügelhexen. Sylvia Klink und Stellvertreterin Sandra Wollensak verantworten die Schlattwaldteufel. Steffen Schuh und Stellvertreterin Simone Schulz, geborene Schuh, "ordnen" die Gruppe Gsendl vom Schlössle. Julia Seifert ist ausgeschieden. Sylvia und Melissa Klink betreuen die "Dancing Kids" der Tanzgarde. Als Brauchtumsmeister hat Markus Fischer die Fäden in der Hand. Stefan Welle bringt sich als Umzugsorganisator ein.

"Corona einfach nur ein Bier"

Das 40-jährige Bestehen und das 33-jährige Bestehen der Schlattwaldteufel, so Schriftführerin Tanja Schuh, standen samt Kinderfasnet im Jahr 2020 bei der Narrenzunft im Mittelpunkt. Herausragend: 3000 Hästräger kamen zum Mega-Umzug nach Salzstetten. Das Bildungshaus wurde gestürmt und 120 Überraschungstüten an Kinder in Schule und Kindergarten verteilt und Narrensamen und Garde sorgten bei den Senioren für Fasnetsstimmung. Auch eine Kinderfasnet ging über die Bühne.

Weitere Höhepunkte waren das Siebenhügel-Festival und das auf den Dorfplatz verlagerte Narrenbaumstellen. "Die Fasnet 2020 war eine mit Sicherheit nicht zu vergessene Saison, wo Corona einfach nur ein Bier war", blickt Schriftführerin Tanja Schuh auf dieses Jahr zurück. "Vom 6. Januar bis Aschermittwoch sah man uns auf Umzügen in der Region oder bei verschiedenen Abend-Veranstaltungen sowie beim Ringtreffen in Weitingen."

Keine Langeweile beim Narrensamen

2021 fand die neue Idee, Christbäume in Narrenbäume umzudekorieren und vor das Haus zu stellen, eine große Resonanz bis über Salzstetten hinaus. Verena Sadzik sorgte dafür, dass während der Saison 2021 beim Narrensamen keine Langeweile aufkam. Sie sollten Wohnungen dekorieren mit selbst gebastelten Girlanden oder Fensterbildern, Masken oder Wappen aus Hefeteig backen, das Narrenlied singen und Fotos im Häs vor dem Narrenschopf machen. Belohnt wurden die Kinder mit einer Tüte Süßigkeiten und einer Schneekugel mit Narrenzunft-Wappen. "Aber dann kam Corona. Die Welt stand still und so auch unser Vereinsleben", resümiert Schuh.

Nach durch die Corona-Pandemie bedingter Abstinenz will Zunftmeister Markus Fischer dem Wunsch vieler Aktiver nachkommen, in der Saison 2022 wenigstens kleinere Events unter Einhaltung der Covid-19-Auflagen zu ermöglichen. Dazu wird sich der Zunftrat an diesem Samstag, 15. Januar, besprechen.