Neben dem Buswartehäuschen soll der Lagerschuppen entstehen. Foto: Dold

Die Sulzbacher Narrengesellschaft steht unter Zeitdruck: Das Festzelt braucht das Jahr über eine neue Lagermöglichkeit. Und das möglichst schnell.

Das kam nun im Gemeinderat zur Sprache. Wie wichtig der Bau eines Lagerschuppens für den Verein ist, wurde auch daran deutlich, dass zahlreiche Mitglieder den Weg zur Sitzung gefunden hatten. Deren Signale waren eindeutig: „Das Vorhaben ist dringlich“, hieß es. Derzeit werde das Zelt das Jahr über in Teilen bei mehreren Mitgliedern gelagert und müsse mit dem Hänger mühsam transportiert werden. „Sonst müssen wir was anmieten und die Preise dafür sind horrend“, hieß es von den Mitgliedern.

 

Mietverträge laufen aus

Die Mietverträge für die bisherigen Lagermöglichkeiten laufen aus – daher war schnelles Handeln angesagt. Doch der Teufel steckte im Detail: Sollte ein Anbau neben dem alten Schulgebäude oder am Ende der Parkfläche Richtung Bach erstellt werden? Der Beschlussvorschlag der Verwaltung favorisierte den Anbau am alten Schulgebäude in Verlängerung des Buswartehäuschens.

Getränkestand kommt hinzu

Stefan Weinmann lobte das Vorhaben als „Zentrum für Sulzbach“, wenn neben dem Unterstand noch ein Getränkestand neben dem Zweckbau Zelt hinzukommen solle.

Martin King sagte: „Die untere Seite hätte ich besser gefunden“. Er sprach sich dafür aus, nochmals einen Versuch beim Landratsamt zu starten. Das Kreisbauamt hatte das abgelehnt, da sich dieser Teil der großen Parkplatzfläche nicht mehr in der Abrundungssatzung Wilhelmshöhe und somit im Außenbereich befindet.

Der alternative Standort wäre am linken Ende des Parkplatzes. Foto: Dold

Hauptamtsleiter Andreas Kaupp wies darauf hin, da man sich im Außenbereich befinde. Möglicherweise dauere es mehrere Monate, bis die Abrundungssatzung geändert werden könne. Bürgermeister Jürgen Leichtle warnte: „Es besteht die Gefahr, dass wir dann ein Jahr verlieren“.

Rolf Buchholz sah es so: „Außenbereich bleibt Außenbereich. Ich würde da kein Fass aufmachen“, sagte er angesichts der angedachten Änderung der Abrundungssatzung.

Kosten von 30 000 Euro

Die Kosten werden auf 30 000 Euro taxiert. Die Gemeinde würde das Ganze – wie in den Vereinsfördermitteln vorgesehen – zu 20 Prozent unterstützen, also mit 6000 Euro. Der Zuschuss könnte, sofern finanzierbar, in den Haushaltsplan 2026 eingestellt werden. Zudem stellt die Gemeinde den „Hoorigen Hunden“ eine Teilfläche für den Lagerschuppen unentgeltlich zur Verfügung. Als nächster Schritt soll das Baugesuch gestellt werden. Das Kreisbauamt hat hierzu bereits grundsätzlich zugestimmt.