Die Furtwanger Narrenzunft feiert im neuen Jahr gleich drei Jubiläen – unter anderem ihr 100-jähriges Bestehen. Passend dazu gibt es ein großes Landschaftstreffen vor Ort.
Der Narrenfahrplan für die kommende Fasnetssaison steht. Höhepunkt wird zweifellos das Landschaftstreffen am Wochenende 31. Januar/1. Februar sein. Allein am Samstag, 31. Januar, rechnet Zunftmeister Dirk Friese mit etwa 6000 Hästrägern und Besuchern.
Die Zahlen werden voraussichtlich am Sonntag, 1. Februar, noch deutlich getoppt. Am großen Umzug beteiligen sich laut Friese etwa 6000 Hästräger. Hinzu kämen 10 000 Besucher, also insgesamt 16 000 Menschen, die dann in Furtwangen Fasnet feiern würden– vorausgesetzt das Wetter mache mit. Zum Parken würden die Firmen ihre Parkflächen übers Wochenende zur Verfügung stellen.
Die Kosten für das Landschaftstreffen sind enorm. Friese geht von 160 000 Euro Gesamtkosten aus und nennt einige größere Posten: Allein die „Terrorsperren“ würden mit 15 000 Euro zu Buche schlagen. Ein größerer Posten sei auch mit 25 000 Euro die Infrastruktur mit Strom, Wasser, Abwasser, Toiletten und weiteren Sicherheitsabsperrungen.
Stadt beteiligt sich mit 55 000 Euro
Die Stadt beteilige sich mit 55 000 Euro in Form von städtischen Gegenleistungen, sei es dem Einsatz von Bauhofmitarbeitern, Feuerwehrleuten und Hallennutzung.
Planungen und Vorbereitungen seien ein „Kraftakt“, räumt Friese ein. Doch: „Die Vorfreude ist schon da.“ Viele Vereine tragen ihren Teil zum Gelingen des Landschaftstreffens in Form von Bewirtungsständen bei. „Wir sind sehr froh darüber, weil ohne sie schaffen wir es auch nicht“, so Friese. Hinzu kämen noch gewerbliche Bewirtungsangebote.
Über das Wochenende 31. Januar/1. Februar werde es ein Narrendorf geben, das von der Festhalle bis zum Marktplatz und weiter über die Gerwig- bis in die Baumannstraße reiche.
Etwas Besonderes sei auch die Ausstellung zur Furtwanger Fasnet, die vom 29. Januar bis 23. Februar in mehreren Räumen der Hochschule Furtwangen gezeigt werde. Außerdem gebe es zum Landschaftstreffen hin ein neues Buch mit vielen Fotos aus der neueren Zeit der Narrenzunft von den Jahren 2001 bis jetzt. Zum 75-jährigen Bestehen hatte die Zunft im Jahr 2001 ein erstes Buch aufgelegt, das einen guten Einblick in die Geschichte der Zunft seit ihrer Gründung vermittelt.
Großer Umzug am 1. Februar
Im Zusammenhang mit der nun geplanten Ausstellung und dem neuen Bildband dankt Friese vor allem Roland Wehrle, dem Ehrenpräsidenten der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte (VSAN). Er habe sowohl das Buch gemacht, als auch die Organisation der Ausstellung federführend in Händen gehabt.
Für den Höhepunkt des Landschaftstreffens, den großen Umzug am Sonntagmittag, 1. Februar, sei um 12 Uhr Aufstellung oberhalb des Rewe an der Lochhofstraße. Wegen des Umzugs würden die Bauarbeiten in der Allmendstraße unterbrochen und würden die Umzugsteilnehmer ab 12.30 Uhr über die Allmendstraße zum Busbahnhof, dann Marktplatz, Gerwig-, Baumann-, Wilhelm- über Grieshaberstraße bis zur Friedrichstraße laufen. In der Festhalle gebe es am Sonntag Kaffee und Kuchen. Bereit stünde auf dem Schulplatz vor der Halle außerdem ein Festzelt für 1000 Personen.
Friese geht davon aus, dass rund 1500 Gäste übernachten werden. Das komme der Hotellerie in der Region zugute. Außerdem werde in der Sporthalle des Otto-Hahn-Gymnasiums ein Massenquartier für bis zu 450 Personen eingerichtet. Online informiert die Narrenzunft ausführlich unter www.landschaftstreffen-2026.de über das Großereignis.
Narrenzunft hat derzeit 500 Mitglieder
Dirk Friese führt die Narrenzunft seit 2018. Vor der Corona-Pandemie habe die Zahl der Narrenzunftmitglieder bei circa 430 gelegen. Nach der Pandemie sei die Mitgliederzahl erfreulich gestiegen auf nunmehr 500 Personen.
Außer dem 100-jährigen Bestehen kann die Narrenzunft im neuen Jahr ihre 75-jährige Mitgliedschaft bei der VSAN feiern und 125 Jahre Furtwanger Narrenmarsch. Weitere Infos unter www.narrenzunft-furtwangen.de.