Ein Höhepunkt der Dormettinger Dorffasnet sind die Umzüge, die traditionell am Fasnetsdienstag stattfinden. Foto: Visel

Die Narrenzunft Rutsch nom steht vor einer schwierigen Lage. Dem Verein droht die Auflösung. Bürgermeister Anton Müller bietet seine Hilfe bei der Neuaufstellung der Zunft an.

Dormettingen - "Die Narrenzunft ›Rutsch Nom‹ ist in Gefahr", heißt es in einem Aufruf der Zunft an die Dormettinger, sich für die Fasnet zu engagieren. Nach aktuellem Stand werde es nicht möglich sein, ein vollständiges Vorstandsgremium zu bilden, wird betont.

Bürgermeister vermittelt

Vor diesem Hintergrund wurde von der Narrenzunft das Gespräch mit Bürgermeister Anton Müller gesucht. Er betont gegenüber unserer Zeitung: "Wir streben einen Neubeginn ohne die Auflösung des alten Vereins an". Gesucht würden neue und junge Leute, die sich für die Zunft und die Dorffasnet in Dormettingen engagieren wollen. Dies bedeute jedoch nicht, dass die bisherigen Funktionsträger gar nicht mehr in Erscheinung treten sollen oder werden. "Der jetzt eingeschlagene Weg unter meiner Vermittlung ist sehr positiv. Wir werden alles tun, damit die Zunft bestehen bleibt." Müller: "Da bin ich ganz zuversichtlich."

Auflösung verhindern

Um die Fortführung der Dorffasnet zu gewährleisten, sollen daher alle Möglichkeiten ausgelotet werden, eine Auflösung des Vereines zu vermeiden. Die Vorstandschaft habe deshalb Bereitschaft signalisiert, die Verantwortung auch in komplett neue Hände zu legen. Dies wäre vom Grundsatz her eine Neugründung des Vereins – allerdings ohne Auflösung des alten Vereins.

Müller fordert alle Fasnetsbegeisterte auf, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, Verantwortung zu übernehmen und so die Narrenzunft am Leben zu halten." Im Zuge einer möglichen Neugründung werde der bisherige Ablauf der Dormettinger Fasnet ebenfalls auf den Prüfstand gestellt werden müssen. Müller: "Ich vertrete die Meinung, dass eine ›Fasnet light‹ immer noch besser ist als gar keine organisierte Dorffasnet."

Bisherige Narrenräte helfen

Und weiter: Sollte von einem neuen Gremium die Unterstützung von einzelnen bisherigen Narrenräten gewünscht werden, würden mehrere dieser Personen dafür zur Verfügung stehen.

Die Hauptversammlung der Narrenzunft wird – auch angesichts der Corona-Krise, erneut verschoben und soll voraussichtlich am 1. Juli stattfinden. Wer in der Zunft Verantwortung übernehmen möchte, kann sich möglichst bis zum 30. April schriftlich, telefonisch oder in einem persönlichen Gespräch mit dem Bürgermeister in Verbindung setzen.

Letzter Versuch

Müller betont: "Sollte dieser letzte Versuch zum Erhalt der Narrenzunft nicht gelingen, steht die Auflösung des Vereins im Raum. Auch wenn es sich um die Fasnet dreht, oder gerade weil es um die Fasnet geht, ist die Lage ernst."