Nicht die trockenen Zahlen, sondern schlagfertige Pointen und kreative Kostüme bestimmen das Geschehen beim traditionellen Fasnetsauftakt der Narrenzunft Frohsinn.
Mit der legendären Finanzsitzung im Sennhof wurden die Narren auf der Baar schon einmal kräftig auf Betriebstemperatur gebracht.
Wer beim Wort „Finanzsitzung“ an trockene Zahlen, Kassenberichte und ernste Gesichter denkt, war noch nie bei der Narrenzunft Frohsinn. Denn hier wird zwar gesammelt, aber vor allem gelacht, geschlemmt und gefeiert.
Narrenrat Thomas Gantert hatte wieder einmal ein ebenso kurzweiliges wie närrisches Programm zusammengestellt. Für den kulinarischen Hochgenuss sorgten – wie schon fast traditionell – die Frauen der Narrenräte mit einem üppigen Büfett.
Zwar lebt die Finanzsitzung tatsächlich ein Stück weit von den Spenden der Mitglieder, Gäste, Unterstützer und lokalen Persönlichkeiten. Doch von einer nüchternen Sammlung kann keine Rede sein. Vielmehr geht es darum, den Frohsinn für seinen enormen Aufwand ein wenig zu unterstützen und dabei einen rundum gelungenen Abend zu erleben.
Nach der musikalischen Einstimmung der Aufener Musik und Begrüßung durch den „Zunfti“ Alexander Dannecker ging es dann auch ohne Umschweife los. Bevor das Büfett gestürmt werden durfte, sorgte Fastnachts-Urgestein Ulrike Schorpp mit ihrer schmissigen Rede für die perfekte Einstimmung. Wie so oft bekamen die Männer dabei ordentlich ihr Fett weg – pointiert, treffsicher und mit viel Humor serviert.
Danach durfte dann endlich geschlemmt werden. Im Anschluss wurde es musikalisch: Erwin Vogt ließ mit seiner Freddy-Quinn-Parodie die Gäste schunkeln, mitsingen und in Erinnerungen schwelgen. Für die Lachsalven des Abends sorgte anschließend Wolfgang Gut aus Allmendshofen, der als römischer Gladiator bewies, dass Humor auch mit Helm und Sandalen bestens funktioniert.
Das Finale bestritten Ignaz (Markus Kuttruff) und Severin (Thomas Höfler), die mit Wortwitz, Gesang und viel Spielfreude einmal mehr zeigten, warum sie aus dem Donaueschinger Fastnachtsprogramm nicht wegzudenken sind. Unterstützt wurden sie dabei von drei Musikern der Pfohrener Musik.