Der Vereinsausschuss und die Geehrten der Narrenzunft Dautmergen (von links): Steffen Mocker, Thorsten Albrecht, Sven Mocker, Sonja Kienzle, Matthias Wager, Gerhard Karle, Dennis Hietmann, Marian Kraft, Andreas Kappeler, Bianca Rubichi und Miriam Scheible. Foto: Karle

Die Dautmerger Narrenzunft blickte auf das Pandemiejahr zurück. Die meisten Veranstaltungen mussten ausfallen, wurde bei der Hauptversammlung bedauert.

Dautmergen - Auf ein Vereinsjahr im Zeichen der Pandemie hat die Narrenzunft Dautmergen bei ihrer Generalversammlung zurückgeblickt. Zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte musste die Fasnet vollständig abgesagt werden, so der Vorsitzende Dennis Hietmann. Um die Fasnet nach Hause bringen zu können, wurden ein Narrenblättle sowie eine DVD mit einem "Best Of Bunter Abend" an alle Haushalte verteilt.

30 Jahre nach der ersten Absage der Fasnet aufgrund des Golfkriegs 1991 fielen sämtliche Veranstaltungen befreundeter Zünfte sowie der Jahresausflug der Pandemie zum Opfer, berichtete Schriftführer Marian Kraft. Erst im Juli 2021 lief das Vereinsleben mit der nachgeholten Generalversammlung für 2020 wieder an, bevor im August ein Sommerfest der Aktiven stattfand. Auch das Helferfest und eine Wanderung am "11.11." wurden unternommen.

Sven Mocker gewählt

Die Kassiererin Miriam Scheible verzeichnete einen leicht gestiegenen Kassenstand. Die Kassenprüfer bescheinigten eine gute Kassenführung. Bei den Wahlen stellte Andreas Kappeler sein Amt als einer der beiden Vorsitzenden nach sieben Jahren zur Verfügung. Sven Mocker wurde einstimmig als Vorsitzender gewählt und bildet nun mit Dennis Hietmann die Doppelspitze der Zunft. Als Nachfolger von Kassiererin Miriam Scheible, die ihr Amt nach zwölf Jahren niederlegte, wurde Steffen Mocker gewählt. Neue Beisitzer sind Andreas Kappeler und Miriam Scheible; Bianca Rubichi wurde im Amt bestätigt. Hietmann bedankte sich für das Engagement und hoffte auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Bürgermeister Hans Joachim Lippus stellte fest, dass sich der Verein in einem guten Fahrwasser befinde und begrüßte, dass langjährige Mitglieder dem Ausschuss erhalten bleiben und den jungen Vorstand unterstützen. Mit Sorge blickte er auf die Pandemie und hofft, dass die Fasnet 2022 statffinden kann. Die von ihm beantragte Entlastung erfolgte einstimmig.

Vier Austritte

Die Narrenzunft hat vier Austritte zu verzeichnen. Alexandra Teschner verließ nach 18-jähriger Mitgliedschaft in der Prinzengarde und den Grondelhexen sowie zwölfjähriger Tätigkeit im Ausschuss den Verein. Jens Teschner trat 2008 dem Elferrat bei und wechselte 2013 zu den Grondelhexen. Daniel Lehmann war seit 2013 Elferrat und übte seit 2018 das Amt des Prinzen aus. Leonie Ruof wurde nach sechsjähriger Mitgliedschaft in der Prinzengarde verabschiedet. Der frei gewordene Platz in der Prinzengarde wurde durch Marie Matyas besetzt, die bereits der Junggarde angehörte. Für das Amt des Prinzen fand sich kein Nachfolger. So startet die Zunft mit 54 Aktiven ins neue Vereinsjahr.

Ehrungen für Aktive

Für zehn Jahre wurden die Aktiven Thorsten Albrecht, Matthias Keck, Daniel Kraft, Manuel Kreischer und Markus Weber geehrt. Auf 25 Jahre blicken Anika Ruppert und Sonja Kienzle zurück. Beide traten 1996 in die Prinzengarde ein und waren 2004 Gründungsmitglieder der Grondelhexen. Für 30 Jahre wurde Gerhard Karle geehrt. Er ist seit 1991 Teil des Elferrats und "war die Hälfte seiner Laufbahn als Prinz gesetzt", hieß es.

Im Ausblick auf die Fasnet 2022 berichtete der Vorsitzende, dass von den zehn geplanten auswärtigen Veranstaltungen bereits vier Termine abgesagt worden seien. Auch stehe noch nicht fest, ob der traditionelle Umzug am Fasnetsdienstag möglich sei, während der Bunte Abend und die Kinderfasnet "im Rahmen der Möglichkeiten" stattfinden sollen. Die Dautmerger Narren hoffen, pünktlich zum 60-jährigen Bestehen der Zunft "wieder ein Stück Normalität zu erlangen".