Die „Bettenhauser Schnecken“ mit diesem Häs gibt es seit 1993. Die Zunft selber feiert jetzt ihr 40-jähriges Bestehen. Foto: J. Groß

Zum 40. Bestehen der Bettenhauser Schnecken“ wird am Samstag, 15. Juni, ordentlich gefeiert. An diesem Tag findet sowohl das Kameradschaftstreffen der Waldgauzünfte statt wie auch der offizielle Festbeginn mit Fassanstich.

Zwar hat die Fasnet in den katholischen Glatttal-Orten eine lange Tradition, doch bis es zu einer organisierten Form des Fanachtsbrauchtums kam, brauchte es seine Zeit. In Bettenhausen war es 1984 so weit. Das 40-jährige Bestehen der Schneckenzunft wird jetzt am Wochenende gefeiert.

Fastnachtstreiben wurde in Bettenhausen bereits im Jahr 1912 zum ersten Mal erwähnt. In den 1950er-Jahren begann in Bettenhausen der Weg zu einer organisierten Fasnet. Seit 1980 nahmen die Bettenhausener dann in Leinstetten am Dorfpokalturnier teil – aus diesem Umfeld bildete sich eine fasnetsfreudige Gruppe. Die Bettenhausener wurden in den Nachbarorten oft mit dem Ortsnecknamen „Schnecken“ bezeichnet. Daher gründete die Gruppe 1984 die „Bettenhausener Schnecken“ und ließ sich mit „Schnecken Bettenhausen“ ins Vereinsregister eintragen.

Marsch und Narrenstüble

Zu Beginn lief man mit einem einfachen Häs aus dunkelgrünem Stoff bei den Umzügen in Leinstetten mit. Wenig später dann schon Häs aus braunem Stoff, aufgedrucktem Ortswappen und einer braunen Maske aus Pappmaché. Das Häs, wie es heute getragen wird, existiert seit 1993. Sechs Jahre später kam das Häs für den Narrenrat hinzu.

Neben der Erschaffung dieser Narrenfigur bilden die Aufnahme eines eigenen Narrenmarsches und die Einrichtung eines Narrenstübles für die Mitglieder markante Punkte in der Geschichte der Zunft, die seit 2001 auch Mitglied der freien Narrenvereinigung Waldgau ist.

Treffen der Waldgauzünfte

Die Höhepunkte des Vereinsjahres sind der Schneckenball im alten Schulsaal am Fasnetssonntag und der „Fleggadapp“, der Umzug, durch den Ort am Fasnetsdienstag mit Zünften und bunt kostümierten Fasnetsgruppen aus den Nachbarorten. Traditionell wird jedes Jahr am 1. Mai eine Wanderung gemacht und am 3. Sonntag im Oktober die Kirbe im Schulsaal veranstaltet. Auch bei den Dorfpokalturnieren im Sommer in Leinstetten und Hopfau ist man aktiv dabei.

Der Eintritt ins „Schwabenalter“ ist Anlass für die „Schnecken“ am Samstag, 15. Juni, mit einem Fest gefeiert. In der Halle vom Getränke Schäfer-Wöhr im Dorfweg hinter der Kirche findet ab 15.30 Uhr das Kameradschaftstreffen der Waldgauzünfte statt. Ab 18 Uhr ist der offizielle Festbeginn mit Fassanstich. Zur musikalischen Unterhaltung spielt der Alleinunterhalter „Lätz Fätz“.