Der Showtanz der Tanzgarde ist Teil der Abschiedstour. Foto: Hermann Nesch

Die Weitinger „Bettschoner“ starteten mit einem schwungvollen und fetzigen Showtanzabend in ihre diesjährige Hallenfasnet.

Schon der Einmarsch von Abordnungen der Weitinger Narrengruppen in die prächtig dekorierte Narrenhalle sorgte für einen erwartungsfrohen Aufbruch in einen Abend voller Klasse und Rasse.

 

An diesem Abend präsentierten sich die Tänzerinnen in wahnsinnig hohem Tempo, und durchgehend zu mitreißender Musik ihre „getanzten Geschichten“ in fantasievollen und aufwendigen Kostümierungen präsentierten. Zudem wurde den Mädels und jungen Damen sportliche Höchstleistungen mit hoher Konzentration und Kondition abverlangt.

Den Auftakt bildeten die drei Formationen des Gastgebers. Nach dem Marsch der gastgebenden Tanzgarde folgte unter der Leitung von Lara Dreher, Katharina Raible und Amrei Schwab die Jugendshowtanzgruppe des Narrenvereins. Unter dem Titel „Schaffa, schaffa, Häusle baua“ verwandelten sie die Bühne in eine fröhliche Baustelle.

Der Narrenverein hat keine Nachwuchssorgen

Mit „The Stage is on fire“ bewies die gemischte Showtanzgruppe des Gastgebers, dass sie ihren Namen „T.N.T. – We are the dynamite“ nicht zu Unrecht führt. Die künftige Nachfolge-Tanzgarde explodierte unter der Leitung von Jana Reiner und Svenja Schmid geradezu und entfachte ein wahres Feuerwerk auf der Bühne.

T.N.T. ist die künftige Tanzgarde, dann allerdings ohne Jungs. Foto: Hermann Nesch

Sichtlich stolz konnten die beiden Moderatorinnen Laura Buchmüller und Verena Lohmiller, die sicher und locker durch den Abend führten, feststellen, dass der Narrenverein auch in dieser Hinsicht keine Nachwuchssorgen hat.

Das gilt auch für die Narrenzunft Empfingen, deren Jugendballett mit „Boarding completed“ hoch hinausflog und in und über den Wolken einige Turbulenzen zu meistern hatte. „Durch das Jahr, durch jeden Schritt – ein Stück von uns nimmt jeder mit“ hieß dagegen die Botschaft des Empfinger Hofballetts an das Publikum mit ihrem ereignisreichen Streifzug durch das Leben.

„Eiskalt und bärenstark“ präsentierte sich dazwischen eindrucksvoll die Showtanzgruppe „Bethlehemer Ballett“ der Narrenzunft Dettingen bei Rottenburg und war überzeugt, „in Dettingen bebt das Eis und die Wilderer haben keine Chance“. Weiter im Programm war zum ersten Mal das „Aubenger Ballett“ der Narrenzunft Owingen, das einen abwechslungsreichen Querschnitt aus ihrem 15-jährigen Bestehen präsentierte.

Die Showtanzgruppe des TSV Pfrondorf-Mindersbach zauberte danach eine schaurig-schöne „Nacht der Hexen“ auf die Bühne und beeindruckten nicht nur als zahlenmäßig stärkste Gruppe, sondern auch mit der zeitlichen Länge ihrer Hexennacht. Gut, dass sie wie bei vielen Sportarten Ein- und Auswechselungen vornehmen konnten.

Die Halle bebte und tobte noch einmal gewaltig

Die Jugendshowtanzgruppe Foto: Hermann Nesch

Den fulminanten Schlusspunkt setzte traditionell die Weitinger Tanzgarde unter der Leitung von Sabine Schmidt und Lea Breining selbst. Rissen sie das Publikum im Vorjahr schon zu einem rasanten Formel-1-Erlebnis mit, so steigerte sie ihr atemberaubendes Tempo fast schon, als wollten sie sich raketenhaft selbst ins All schießen. „One last Rock – Noch einmal wird die Bühne beben, drum lasst uns unser Glas erheben!“, lautete ihr Titel mit einer Mischung aus bekannten Rock-Hits. Schließlich befindet sich die Trauppe auf ihrer Abschiedstour. Sie hatten nicht zu viel versprochen, die Halle bebte und tobte tatsächlich noch einmal gewaltig. Für das Programm zeichneten sich Joana und Ines Müßigmann verantwortlich. Für die passende Licht- und Tontechnik sorgten Karl Fahrbach und Jochen Teufel. Danach war die Bühne für das begeisterte Publikum frei, um zur Musik von DJ M.S.T. bis spät in die Nacht selbst das Tanzbein zu schwingen.