Die Zuschauer strömten in Scharen zum Fasentsumzug in Rust. Dieser war auf den Samstag vorverlegt worden – eine Entscheidung, die sich ausgezahlt hat.
Rust hatte die richtige Entscheidung getroffen, ihren Umzug auf den Samstag vorzuverlegen. Scharenweise strömten die Menschen herbei, um das bunte Spektakel mitzuerleben und sogar die Sonne strahlte um die Wette. Knapp 80 Gruppen folgten dem Ruf der Narrenzunft Hanfrözi und reisten aus dem Südbezirk, Freiburg, Emmendingen, vom Kaiserstuhl und aus Ettenheim an.
Für ordentlich Gaudi sorgten die „Sportplatzkannibalen“, die sich dem Trend „Hobby Horsing“ verschrieben hatten und mit ihren Steckenpferden über Hindernisse galoppierten. Die Fußgruppe „Intensiv Ruster“ marschierte als Weihnachtsbäume daher, während die „Saukepf“ aus Kappel-Grafenhausen mit einem aufwendig gestalteten „Jim Knopf“-Wagen glänzten.
Glänzend, im wahrsten Sinne des Wortes, traten auch die Frauen der Gruppe „Namenlos Grandios“ als schillernde Meeresgöttinnen auf. Kappel-Grafenhausens Bürgermeister Philipp Klotz schlüpfte in die Rolle des Täfeleträgers des Narrevereins Rhinschnooge.
Gastgeber schreiten voran
Vorneweg marschierten natürlich die gastgebende Ruster Narrenzunft Hanfrözi, begleitet von der Musikkapelle Rust und Vogt Martin hoch oben auf seinem Vogtwagen.
Dahinter machten die Balthasar-Hexen Rust und die Roßbachhexen aus Altdorf ordentlich Rabatz und trieben zur großen Freude der Zuschauer vor allem mit den Jüngeren ihren närrischen Schabernack. Auch die Patenzunft der Sendewelle Altdorf war ganz vorne mit von der Partie.
Stark vertreten waren zudem die Hexenzünfte aus dem benachbarten Grafenhausen, die mit viel Getöse durch die Straßen zogen. Vorbildlich hielten sich alle Zünfte an das herrschende Konfettiverbot, doch ganz ohne Farbe ging’s natürlich nicht: Stattdessen wirbelten glitzernde Seifenblasen durch die Luft.