Die Spannung stieg in Wellendingen, je näher der Startschuss für das große Narrentreffen in Wellendingen rückte.
Zwei Jahre lang hatten sich die Mitglieder der Narrenzunft und viele Helfer akribisch auf das 100-jährige Jubiläum der Zunft vorbereitet. Mit ungeheurem Aufwand und immensen Kosten hatten sie ein riesiger Festzelt aufgestellt und das dreitägige Fest geplant. Und am Freitag fiel nun der Startschuss.
Nach einer Totenehrung auf dem Friedhof, die vom Musikverein Gößlingen stilvoll musikalisch umrahmt wurde, ging es ins Festzelt. Noch war die Stimmung deutlich angespannt. Würden die Vereine, Narren und Besucher kommen? Viel Risiko hatte der Verein auf sich genommen.
Das Grinsen wird breiter
Und als sich nach und nach das Festzelt mit den ankommenden Vereinen füllte, wurde das sympathische Grinsen von Zunftmeister Robert Baier und Vize-Zunftmeister Gerd Angst immer breiter. Von allen Verantwortlichen fiel eine Riesenlast ab.
Beim Fassanstich zeigte Bürgermeister Thomas Albrecht eine souveräne Leistung. Mit zwei Schlägen hatte der Schultes „o’zapft“ und reichte den ersten Bierkrug an Robert Baier weiter. Bald ging es im Festzelt Schlag auf Schlag durch das Programm.
Farbenfrohes Programm
Nicht nur die benachbarten Narrenzünfte aus Neufra, Aixheim, Frittlingen oder Gosheim boten ein farbenfrohes Programm bei den Brauchtunsvorführungen. Auch Deilingen-Delkhofen, Gosheim, Schörzingen oder Zimmern unter der Burg und sogar die in der Region nicht so bekannten Narrenfiguren aus Engstingen machten ihre Aufwartung und überraschten die Wellendinger Zunft mit Gastgeschenken und stellten ihre Narrenfiguren vor.
Dazwischen wurden immer wieder Gardetänze vom Feinsten geboten, deren Darbietungen sich im Laufe des Abends ständig in Leistung, also in Performance, steigerten. Das Ballett aus Empfingen, die Dance-Buddies aus Bubsheim, die Showtanzgruppe Ice-Cube aus Wilflingen oder die Showtanzgruppe der Köhlerzunft Deilingen-Delkhofen mit allein 24 „Pizzabäckerinnen“ trieben sich gegenseitig zu immer neuen Höhepunkten an.
Packende Rhythmen
Den Vogel schoß die Guggenmusik „Bock-Dobel-Pfuper“ aus Deilingen-Delkhofen ab. Sie füllte im Wikinger-Outfit nicht nur die komplette Bühne, die Schlagzeuger und Trommler blieben direkt vor der Bühne und rissen das Publikum mit ihren packenden Rhythmen mit, das kein Halten mehr kannte und begeistert auf den Tischen und Bänken tanzte.