Präsentieren die druckfrische Ausgabe des Narrenspiegels der Villinger Glonki-Gilde (von links) Carmen Tadday, Redaktionsleiterin ­Christa Kunzelmann und Karina Haug zusammen mit Gildemeister Michael Walther. Foto: Martina Zieglwalner

Bei der Redaktion der Villinger Glonki-Gilde sind unzählige Geschichten und Fotos von Pleiten und Pannen im Alltag eingetrudelt, die sich im Narrenspiegel wiederfinden.

Beste Stimmung herrscht beim Team des Narrenspiegels der Villinger Glonki-Gilde: Der 74. Jahrgang liegt druckfrisch in den Händen der närrischen Schreiberinnen Karina Haug, Daniela Müller, Tanja Schreiber und Carmen Tadday um Redaktionsleiterin Christa Kunzelmann. Und sie haben nicht nur selbst das ganze Jahr die Ohren gespitzt, sondern bekamen auch zahlreiche Geschichten zugetragen.

 

„Es sind so viele Beiträge wie noch nie bei uns eingegangen“, freut sich Christa Kunzelmann. Das motivierte denn auch alle ihre Mitstreiterinnen, sich schon bald nach der Fasnet wieder an die Arbeit zu machen und die Anekdoten in Reimform zu Papier zu bringen.

Da sei kein Platz mehr für das Kreuzworträtsel und den Kindermalwettbewerb geblieben, stellen die Frauen fest. Stattdessen ist die Zeitung mit Pleiten, Pech und Pannen ihrer Mitmenschen gefüllt.

Spaß bei den Treffen

Ob die verlorene Fernbedienung für den Fernseher in der Tiefkühltruhe auftaucht, die Fahrradkette die schicke Hose frisst oder der neue Blechtrommler auf Anraten seiner Kollegen in voller Fasnetsmontur samt Ringelsocken und Kragen bei der Hauptversammlung der Glonkis erscheint, die Lektüre sorgt für herzhafte Lacher.

„Wir hatten alle richtig Lust zum Schreiben und Spaß bei den Treffen“, erzählt Christa Kunzelmann, die schon seit mehr als 35 Jahren zu der Zeitungstruppe gehört. Auch wenn sich in der langen Zeit immer mal wieder etwas geändert habe, so halte der Narrenspiegel an zwei Markenzeichen fest: am Titelbild in Blau, Weiß und Rot mit einem stilisierten Glonki-Gesicht und den Texten in Reimform mit Ausnahme der Kategorie „Es stimmt – Es stimmt nicht“. Zu den Versen hat sich auch der ein oder andere Schnappschuss gefunden.

Geschichten willkommen

Mitglieder der Glonkis bekommen ihr Fett ab, aber auch bei befreundeten Fasnetvereinen sind sie fündig geworden. Ein bisschen Schadenfreude sei manchmal schon dabei, wenn sie von den Missgeschicken hören, gibt Karina Haug zu. Natürlich sei hin und wieder eine Anekdote spitz formuliert oder übertrieben, aber niemals wollten sie jemanden bloßstellen. „Das gehört einfach zur Fasnet dazu, und jedem passiert ja mal etwas“, betont Gildemeister Michael Walther, der sich über das Engagement des Frauenteams freut.

Unter dem Motto „Nach dem Narrenspiegel ist vor dem Narrenspiegel“ sammeln die närrische Redakteurinnen übrigens schon jetzt wieder neue Geschichten, Anregungen und Fotos nehmen sie unter E-Mail narrenspiegel@gmx.de entgegen. „Es geht nahtlos weiter“, erklärt Christa Kunzelmann. Zumal sie zusammen einige besondere Ideen aushecken möchten, steht im nächsten Jahr doch ein Jubiläum ins Haus: der 75. Jahrgang der Zeitung kommt heraus.

Die 1500 Exemplare der diesjährigen Ausgabe bringen sie ab sofort unter die Leute, Verkaufsgruppen laufen am Samstag, 24. Januar, ab 9 Uhr von Haus zu Haus, zudem sind die Redakteurinnen mit Mitgliedern des Vorstandsteams und dem Trommlerzug in der Innenstadt anzutreffen.

Feucht-fröhliche Ausflüge

Auf die Besucher warten Kinderpunsch, Glühwein und amüsanter Lesestoff für drei Euro, der von der nächtlichern Ruhestörung in der Südstadt durch das Geläut der Glocken von St. Konrad über Erlebnisse bei feucht-fröhlichen Ausflügen der Glonkis oder der Krawazi Ramblers bis hin zu einer schmerzhafte Begegnung mit dem Bügeleisen reicht.

Der Glonki-Obed

Karten
 „Madame Croissant“ heißt es beim Glonkiobed am Donnerstag 12. Februar, und Freitag , 13. Februar, in der Neuen Tonhalle in Villingen. Mit Ausnahme weniger Stehplätze ist der Ball am Freitag ausverkauft. Karten gibt es noch für die Premiere am Schmotzigen. Sie sind am Stand am Samstag, 24. Januar, in der Villinger Innenstadt erhältlich, zudem bei der Kartenausgabe am Samstag, 7. Februar, in der Glonkihalle im Unterer Dammweg. Reservierungen sind unter E-Mail glonki@info.de möglich.