An der Generalversammlung der Lörracher Narrengilde zog Michael Lindemer ein positives Fazit für die Saison 2026. Beim Sonntagsumzug sind indes Änderungen angedacht.
Michael Lindemer wurde als Obergildemeister bestätigt – ebenso der nahezu gesamte bisherige Gildevorstand.
Rückblick: Beim Umzug habe sich in diesem Jahr die Dauer als Problem erwiesen. Zahlreiche Mails seien eingegangen, in denen sich Bürger über bis zu 17 Minuten dauernde „Löcher“ im Zug beschwert hätten. Hier wolle man Abhilfe schaffen: „Vielleicht wird es zu einer Teilnehmerbeschränkung beim Umzug kommen müssen“, sagte Lindemer.
Der 11 Punkte-Plan
Mit der Stadt Lörrach sei ein 11 Punkte Plan ausgearbeitet worden, der besage, dass der Burghof künftig für das Guggekonzert zur Verfügung stehe und der Zuschuss in den nächsten drei Jahren gesichert sei.
Hemdglunggi mit Dällerschlägg, Guggeexplosion sowie die SWR 3-Party: das alles sei gut gelungen. Eine „Riesen Party“ fand am Kinderball in der Tanzschule Neugebauer statt, und der Kinderumzug war mit „Wetterglück“ beschieden. Auch die Schnitzelbankvernissage im Dreiländermuseum kam bestens an – um nur einige Veranstaltungen zu nennen.
Unterstützer: Der Dank des Obergildemeisters galt dem Freundeskreis für seine Unterstützung am Seniorennachmittag.
Dank an die vielen Helfer
Engagierte Helfer aus den Kreisen der Cliquen hätten dazu beigetragen, dass die Premiere des Weihnachtsmarkts bei der St. Bonifatius Kirche ebenfalls ein Erfolg war. Hier dankte der Obergildemeister allen, die die Lörracher Fasnacht mit ihrem Einsatz „voller Herzblut‘“ unterstützten. Ein Dankeschön sprach Lindemer auch der St. Bonifatius Gemeinde aus.
Kosten: Die Kosten für die Plaketten blieben auch im Jahr 2027 konstant. Bei der Fertigung der Pin werde auf ein „Sparpotential“ hingearbeitet – mit dem Ziel, die Tradition zu erhalten.
Es sei zu erwarten, dass die Kosten für die Fasnacht – 2026 waren es über 200.000 Euro – auch zukünftig steigen würden. Mit noch zu bildenden Arbeitsgruppen solle versucht werden, Einsparpotential zu finden.
Einsparpotential gesucht
Finanzen: Simone Blihslager erläuterte den Kassenstand, der ein kleines Plus aufweist. Wichtig bleibe die Unterstützung durch die Sponsoren, ohne deren Zutun, die Lörracher Fasnacht nicht zu stemmen sei.
Wahlen: Ehrenobergildenmeister Jörg Rosskopf leitete die Neuwahlen. Sein Dank galt der Stadt Lörrach dafür, dass eine Lösung zum Erhalt der traditionellen Lörracher Fasnacht gefunden werden konnte. „Die Vorstandschaft hat einen großen, erfolgreichen Kampf geführt“, sagte Rosskopf.
Beiderseitige Wertschätzung
Lindemer bleibt Obergildemeister, Simone Blihslager Kassiererin, Schriftführerin wurde Maike van der Gabel. Mit im Gildevorstand sind Thomas Henkel, Monika Grimmer, Christian Mauch, Marc Hagin, Bruno Oswald, Thorsten Lau, Udo Rebell, Markus Jakobi und Richard Schwarz. Einstimmig wurde der Gilderat bestätigt.
Der Oberbürgermeister Jörg Lutz lobte die „große ehrenamtliche Gemeinschaftsleitung der Narrengilde“. Daher sei die Entscheidung des Gemeinderats, für drei Jahre einen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro zu gewähren, ein wichtiges Signal gewesen.
Das Geld sei „gut investiert“, da es Verlässlichkeit biete, sagte der OB, der gleichzeitig betonte: „Die Fasnacht steht gut da“.