Die Bolanes auf dem Marktplatz ist ein fester Bestandteil der Schömberger Fasnet Foto: Archiv/Marschal

Die Fasnet dauert in diesem Jahr besonders lang: Zwischen dem Dreikönigstag und Aschermittwoch, der in diesem Jahr am 5. März ist, liegen 58 Tage. In der Fasnetshochburg Schömberg ist in dieser Zeit einiges geboten.

Die schwäbisch-alemannische Fasnet beginnt traditionell am Dreikönigstag. In Schömberg schlüpften die Narren bereits am Vortag erstmals ins Häs. Zu den Klängen des Schömberger Narrenmarsches, gespielt von der Stadtkapelle Schömberg in den historischen Uniformen, zogen die 20er in Fransennarr und Fuchswadel am Sonntagabend in die Stauseehalle und eröffneten nicht nur die 95. Jahreshauptversammlung der Narrenzunft, sondern auch die Fasnetsaison im Städtle.

 

Nicht nur den Schömberger Narren stehe eine lange Fasnet bevor: Zwischen dem Dreikönigstag und Aschermittwoch, der in diesem Jahr am 5. März ist, liegen 58 Tage.

In diesen knapp zwei Monaten ist im Stauseestädtle einiges geboten: Denn vor der „Hoch-Zeit“ geht’s, wie es seit Generationen schöner Brauch ist, zum „Maschgera“ in die Häuser und auch in die Wirtschaften.

Zunftball nach fünf Jahren Pause

Nach fünf Jahren Pause gibt es am Samstag, 25. Januar wieder einen Zunftball, der unter dem Motto „Antike Spiele“ steht. Das Programm des Zunftballs besteht aus drei Elementen: Auftritte verschiedener Gruppen, Musik von der Unterhaltungsband „Die Jauchzaaa” sowie der Geselligkeit. Der erste Vorverkaufstermin am 7. Januar ist bereits erledigt, Restkarten gibt es noch am heutigen Dienstag, 14. Januar, von 19 bis 20 Uhr in der Zunftstube zum Preis von 14 Euro zu kaufen.

Facklafiar- und Wirtshausliedersingen

Traditionelle Facklafiar- und Wirtshauslieder werden am Freitag, 31. Januar, im Gasthof Plettenberg gesungen. Einen Tag später, am 1. Februar, wird die Fasnet im Städtle auch für Auswärtige sichtbar: Dann werden die Narrenbändel aufgehangen. Die Schömberger Narren nehmen an zwei Landschaftstreffen teil: So jucken sie beim Landschaftstreffen Neckar-Alb, das am Wochenende des 1. und 2. Februar in Rottenburg über die Bühne geht, und beim Landschaftstreffen Hochrhein am Sonntag, 16. Februar, in Waldshut.

Maschgera in den Wirtschaften

Der Samstag vor dem Schmotzigen, bevor die Fasnet in die heiße Phase startet, ist in Schömberg der „Maschgera-Tag“. In Schömberg sind dann neben Einzelmaschgera vor allem Gruppen unterwegs, die während der Fasnet andere Verpflichtungen haben. So trifft man beispielsweise den Narrenrat, verschiedene Vereine und natürlich auch die 20er zu ihrem Maschgera-Höhepunkt. In den Schömberger Wirtschaften und auf der Straße ist ordentlich was los. Der Maschgera-Tag beschränkt sich in der Regel auf die Abendstunden und geht häufig bis in die frühen Morgenstunden.

Von Schmotziger bis Aschermittwoch

Die letzte Woche, vom Schmotzigen am Donnerstag, 27. Februar, bis Aschermittwoch, 5. März, jagt dann ein Event das nächste: Am Morgen des Schmotzigen besucht eine Abordnung von Hästrägern die Kindergärten und Schulen und entlassen die Kinder und Jugendlichen in die Fasnetsferien. Um 14 Uhr startet der Kinderumzug mit Bescherung und einer kleinen Bolanes.

Am Fasnetssamschdig, 1. März, wird wieder gemaschgert: Verschiedene Gruppen und Jahrgänge ziehen durch die Lokale.

Der Fasnetssonndig am 2. März startet um 9 Uhr mit einer Messe in der Stadtkirche St. Peter und Paul. Um 11.11 Uhr werden die 20er die Fasnet ausrufen und um 14 Uhr startet der Umzug mit Bolanes auf dem Marktplatz.

Am Fasnetsmedig, 3. März, startet um 8.11 Uhr der historische Narrensprung, der vom Flügelbühle bis zum ehemaligen Gasthaus Waldhorn führt. Um 9.15 Uhr wird das Narrenlied gesungen und um 10.31 Uhr startet eine weitere Bolanes auf dem Marktplatz. Anschließend zieht ein Umzug durch die Stadt.

Nachmittags, ab 14.31 Uhr findet ein Kinderumzug statt mit Bescherung und anschließendem närrischen Treiben in allen Lokalen.

Hering- und Schneckenessen

Endspurt heißt es am Fasnetszeischdig, 4. März: Um 10.02 Uhr wird das Narrenlied gesungen, um 11 Uhr beginnt die große Bolane sauf dem Marktplatz mit originellen Gruppen, anschließend Fortsetzung des Umzuges durch die Stadt bis 18 Uhr. Bis Mitternacht herrscht närrisches Treiben im Städtle ehe am Aschermittwoch, 5. März, die Fasnet durch die 20er begraben wird. Den Tag über ist Hering- und Schneckenessen in den Schömberger Lokalen.

Mit dem lodernden „Facklafiar“, das die 20er am Sonntag, 9. März, dem sogenannten Fackelsonntag, entzünden, beendet schließlich die diesjährige Fasnetsaison.