Geschafft! Der dünne Baum wurde mittels Kran von einigen Fasnachtern in die Höhe gehievt. Foto: Christoph Schennen

Die Narrenzunft Hausen hat am Samstagnachmittag ihren Narrenbaum aufgestellt. Mit Hilfe einiger Schellewercher und eines Krans wurde die Weißtanne in das Loch vor der Festhalle gehievt.

Die Narrenzunft hat am Samstagnachmittag ihren Narrenbaum aufgestellt. Ein kleiner Umzug führte zuvor von Pauls Markt in der Hebelstraße bis vor die Festhalle. Angeführt wurde er vom Fanfarenzug Zell, deren Musiker fasnächtlich gekleidet waren. Dort wurde er mithilfe eines Krans von Felix Steinebrunner, Felix Wassmer, Jens Eichin, Philipp Adelmann und Severin Gehlert aufgerichtet. Der Baum stammt aus dem Gebiet „Upholz“ unterhalb von Gresgen und trägt die Schilder mit den Kennzeichen der Cliquen „Schellewercher“, „Hexen“, „Irrlichter“ und „Narresome“. Baumfäller waren Lukas Berger und Jan Schmidt.

 

Die Weißtanne ist die Königin des Waldes

Oberzunftmeister Björn „Jo“ Keller lieferte einige Informationen zum dünnen Gewächs. „Die Weißtanne ist der höchste und beständigste heimische Nadelbaum und gilt als Königin des Waldes. Im Gegensatz zur Fichte wurzelt sie tiefer und ist daher sturmsicherer.“ Und dann nicht ernst gemeint: „Im Gegensatz zu Fichte, Kiefer und Lärche isch die Weißtanne allen andere Bäum geischtig wit überlege. Denn sie weiß jo alles. 49 durch 7, längste Fluss vo Europa, durschdigste Maa vo Huuse, alles was wichtig isch het si druff. Wegem Lichtmangel im untere Teil von Baum hämmer’n natürlich wieder um 8,55 Prozent in östlicher Richtung gneigt, um des Sunnelicht zu kompensiere un – au het ih fascht vogesse – dass de gemeine Juchtekäfer frei Blick het uff d’Höhi Möhr.“

Keller bekam Orden von Schopfheimer Narrenzunft

Keller lieferte auch einige Daten zur Weißtanne von der Rohdichte bis zur Zugfestigkeit. Die Mikrofonanlage funktionierte nicht aussetzungsfrei, und man fühlte sich erinnert an Auftritte von Helge Schneider, wenn er einen Mikrofonausfall simuliert.

Der Fanfarenzug Zell führte den Zug mit dem Narrenbaum zur Festhalle. Foto: Christoph Schennen

Zu Gast war auch eine kleine Delegation der Narrenzunft aus Schopfheim. Das ist eine nette Geste der Schopfheimer, die die Verbundenheit der Schopfheimer mit Hausen ausdrückt. Johann Peter Hebel, Hausens größter Literat, hat in der Erzählung „Der Statthalter von Schopfheim“ das Leben in der Markgrafenstadt beschrieben. Der Statthalter von Schopfheim, Max vom Viehmärt, überreichte Keller seinen Orden und seinen Wein.

Abschließend lud Keller das Publikum zum Verweilen ein. „Gönnt nit heim un bliebe do un brielet kräftig Huuse Ho. Mir duen jetzt recht Fasnacht gniesse duen mit Frohsinn ummeschiesse, drum mache alli mit damits eh schöni Fasnacht git. Wenn alles singt und lacht, no würd s’Huuse Fasnacht gmacht.“ An den Ständen konnten sich die Bürger mit Getränken und Essen versorgen.