Die Narrenzunft-Vorstände Tobias Rauber (vorne links) und Manuel Seitz (vorne rechts), begleitet vom Narrenrat, übergab den Rathausschlüssel zurück an Bürgermeister Philipp Saar (Mitte). Foto: /Kleinberger

Auf eine rundum gut verlaufene Kampagne blickt die Haslacher Narrenzunft zurück. Bei der Schlüsselrückgabe im Rathaus am Mittwochvormittag hat es von Bürgermeister Philipp Saar nur Lob gegeben.

Und auch eine dicke Entschuldigung: Denn der Bürgermeister konnte dieses Jahr nicht selbst bei der Fasent dabei sein, da er krankheitsbedingt ausgefallen war – Aschermittwoch war der erste Arbeitstag zurück im Büro.

Aber gehört hatte Saar so Einiges. Nur Gutes, versteht sich, und so holte der Narrenrat sich ein großes Lob ab: Großartiges Schnurren, zwei bestens besuchte Elfimessen, ein gut verlaufener Umzug, umsatzstarker Markt – „ich habe nur Herausragendes gehört“, sagte Saar.

Ein besonderer Dank ging an die Narrenzunft für die Verabschiedung von Reinhard Matt. Der Bauhofleiter hat jahrzehntelang dafür gesorgt, dass das Theaterstück im Rathaus am Schmutzigen Donnerstag zu einem ganz besonderen Erlebnis wird, zeichnete er doch für den aufwendigen Kulissenbau verantwortlich. Martin Schwendemann bestätigte, dass die Rede gut gelungen und Matt zu Tränen gerührt gewesen sei. Der langjährige Bauhofleiter geht dieses Jahr in den Ruhestand. Ohne den detailverliebten Kulissenbau wäre die Fasent in Haslach nur halb so schön, sagte der Bürgermeister.

Narrenvolk hatte richtig Lust auf die Kampagne

Insgesamt, befand Saar, „war diese Kampagne wohl lang ersehnt“- es sei gut, dass Fastnacht wieder so stattfinden konnte wie gewohnt. „Und die Leute haben wohl richtig Bock drauf gehabt“, fasste er zusammen.

Das bestätigte Zunftmeister Manuel Seitz. Er freute sich, dass sowohl beim närrischen Wochenmarkt als auch beim Fasentsonntag das Wetter mitgespielt hatte. Entsprechend gestimmt hat der Umsatz. „Der Fasentsonntag war fantastisch“, betonte Seitz und verband das mit großem Lob an Sarah Weis, die allein bei der Bewirtung beim Umzug und der anschließenden Feier am Sonntag 2150 Wecken aufgeschnitten hat.

Anfangs war er gar nicht so optimistisch gewesen, gab der Zunftmeister zu: Als er im Oktober angefangen habe, die Kampagne vorzubereiten, habe er das Gefühl gehabt, die Leute seien noch ein wenig träge. „Aber an der Fasent haben sie richtig Lust gehabt und alle waren wieder dabei“, freute er sich. An alle, die sich bei der Haslacher Fasent eingebracht haben, ging von seiner Seite ebenfalls ein großes Lob und ein mindestens ebenso großer Dank.

Der Schlüssel ging natürlich zurück in die Hände des Bürgermeisters. So hat bis zur nächsten Fasent wieder alles die gewohnte Ordnung.

Für das närrische Volk war die Fasent bereits am Dienstagabend zu Ende gegangen. Nach Trauerzug und Gerichtsverhandlung wurde der Narr, zum letzten Mal gespielt von Otto Kimmig (wir berichteten), schließlich zum Tode verurteilt und ging in einem Feuerwerk auf. Am Mittwoch wurden dann auch die Bändele in der Stadt abgehängt.