Nichts geht mehr: Die Hauptstraße in der Innenstadt ist komplett gesperrt. Foto: Anja Bertsch

Das Leben ist eine Baustelle – vor allem in Schopfheim. Seit Neuestem ist erneut die Innenstadt gesperrt. Was heißt das für den Verkehr?

Wo der Verkehr an der zwischenzeitlich hinlänglich bekannten Uehlin-Baustelle bislang immerhin halbseitig vorbeikam, ist nun komplett dicht: Die Hauptstraße zwischen Einfahrt Scheffelstraße und dem neuen Kreisverkehr Adolf-Müller-Straße/Am Stadtgraben („Mini-Kreisel“) ist gesperrt – kaum 100 Meter, aber derart zentral, dass damit die Durchfahrt durch die Innenstadt komplett blockiert ist.

 

Heißt für den Verkehrsfluss: Aus Richtung Fahrnau ist die Hauptstraße jenseits der T-Kreuzung Hebelstraße eine Sackgasse; das Anfahren der Geschäfte und Parkplätze bis zur Scheffelstraße ist möglich, nicht aber die Zufahrt auf den Marktplatz, in die Altstadt oder stadtauswärts Richtung Gündenhausen. Aus der Gegenrichtung (Gündenhausen), ist derzeit am „Mini-Kreisel“ Schluss mit dem Verkehrsfluss.

Die Ladenlokale entlang der Baustelle – Bäckerei, Friseur, Apotheke und Akustikgeschäft – bleiben selbstredend erreichbar, aber nur zu Fuß.

Weiter mit Nahwärme

Verantwortlich für die Sperrung ist dieses Mal nicht das Uehlin-Haus, wenngleich dessen Kran und Materiallager weiter/wieder Gehweg und einen Teil der Straße blockieren. Grund ist viel mehr die finale Phase der Nahwärmenetz-Baustelle in diesem Bereich, nachdem die Arbeiten in der angrenzenden Adolf‑Müller‑Straße und Am Stadtgraben bereits vor der Winterpause weitestgehend abgeschlossen waren.

Neben den Leitungen für die Nahwärme werden in der Hauptstraße nun auch Strom und Wasser erneuert. Anschließend wird der aktuell nur provisorisch hergestellte Straßenoberbau wieder in seinen ursprünglichen Zustand mit Pflasterbelag versetzt, informiert die Stadt in einer Mitteilung.

Zeitlicher Ablauf

Der Startschuss für die finale Phase fiel bewusst erst nach der Fasnacht, betont die Stadt. Abgeschlossen sein soll die Gesamtmaßnahme bis spätestens Ende Juni 2026.

Markt wird verlegt

Ist der Marktplatz aktuell (zumindest für Ortskundige) noch über die Altstadt erreich- und als Parkplatz nutzbar, wird er in den kommenden Tagen ebenfalls zur Baustelle. Grund ist die Instandsetzung des Pflasterbelags, die voraussichtlich vier Wochen dauern soll. Beginnen sollen die Arbeiten in dieser Woche. Der Wochenmarkt wird während der Bauarbeiten auf dem Marktplatz vor die Stadthalle verlegt.

Baustelle auf Umfahrung

Parallel zur Baustelle in der Innenstadt läuft derzeit der nächste Ausbauschritt des Nahwärmenetzes im Bereich An der Wiese und Ernst-Friedrich-Gottschalk-Weg. Später verlagert sich diese Maßnahme in Richtung Hauptstraße zwischen Friedhofskreisel und Stadthalle. Heißt: Auch auf der Nordumfahrung ist derzeit auch kein reibungsloses Durchkommen. Die Stadt versichert allerdings: „Es wird gewährleistet, dass immer eine Ost-West-Achse (An der Wiese / Wiesenweg oder Hauptstraße) frei ist, sodass die Innenstadt von Westen her erreichbar bleibt.