Auf Hochtouren laufen die Tiefbauarbeiten für das Rotenzimmerner Nahwärmeprojekt.
Knapp 50 Haushalte werden künftig im Dietinger Ortsteil mit Wärme aus erneuerbarer Energie versorgt. Das Rotenzimmerner Rat- und Bürgerhaus wird ebenfalls an das Nahwärmenetz angeschlossen.
Der Baustart für das Vorzeigeprojekt im Kreis Rottweil hatte sich verzögert. Die Abwicklung der Förderanträge durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) – die Wärmeabnehmer erhalten beträchtliche Zuschüsse – dauerte wesentlich länger als geplant.
Michael Majer, Geschäftsführer der Rotenzimmerner Nahwärme GmbH und Initiator des Projekts, hatte sich an die CDU-Bundestagsabgeordnete Maria-Lena Weiss gewandt. Diese setzte sich für das Vorhaben ein. Die Politikerin kam jüngst zusammen mit Dietingens Bürgermeister Felix Hezel zum symbolischen Spatenstich für die Tiefbauarbeiten.
Zwei Hackschnitzelkessel
Majer führte die beiden durch das Gebäude, gab die neusten Informationen zum aktuellen Stand und beantwortete allgemeine Fragen zum Nahwärmekonzept. Seit zwei Wochen wird im Ort gearbeitet. 3000 Meter bestens isoliertes Rohrmaterial wird verlegt.
Die Bauarbeiten für die Heizzentrale, in der zwei Hackschnitzelkessel mit jeweils 200 Kilowatt Leistungen sowie einem Großpufferspeicher mit 18.000 Litern Wasser untergebracht sind, hatten bereits Ende des vergangenen Jahres begonnen. Im vergangenen Monat wurde Richtfest gefeiert. Demnächst folgt der Einbau der Anlagentechnik.
Nachwachsende Energieträger
Beheizt werden die Kessel mit Holzhackschnitzel. Der nachwachsende Energieträger kommt aus heimischem Wald und aus Resthölzern von holzverarbeitenden Betrieben. Verwendet wird laut Majer Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft, vorzugsweise Gipfel- und Käferholz sowie Material aus Landschaftspflegemaßnahmen.