Das Rotenzimmerner Rat- und Bürgerhaus wird wie weitere 42 Gebäude an die Nähwärmeversorgung im Dietinger Teilort angeschlossen. Foto: Weisser

In Rotenzimmern wollen mehr als 40 Haushalte zukünftig ihre Wohnung mit Nahwärme beheizen. So sieht der weitere Zeitplan aus.

Die Tiefbauarbeiten für die Leitungen sollen noch in diesem Monat vergeben werden, erklärt der Geschäftsführer der Nahwärme Rotenzimmern GmbH, Michael Majer, im Gespräch.

 

In jeder Straße im Dietinger Teilort würden Rohre verlegt. Im Zuge dieser Straßenbaumaßnahme könnten zusätzliche Leerrohre für Glasfaserkabel eingezogen werden. Internet sei in Rotenzimmern ja bekanntlich ein sehr großes Problem. Zusammen mit der Gemeinde bemühe man sich, die Telekom zum Mitmachen zu bewegen.

Bauantrag ist gestellt

Laut Majer wurde der Bauantrag für die Heizzentrale bereits gestellt. Der Geschäftsführer hofft auf einen Baubeginn im Mai 2025. Entstehen soll ein modernes Gebäude mit integrierter PV-Anlage.

Die Versorgung mit Hackschnitzelmaterial sei langfristig gesichert, erklärt Majer und zerstreut jegliche Bedenken. Der Rotenzimmerner Nahwärme-Pionier verweist auf Rahmenverträge mit der Gemeinde und dem Forst. Restabfallholz aus den Wäldern der Gemeinde wird zu Hackschnitzel verarbeitet. Für die Heizperiode 2025 stünden bereits 600 Kubikmeter bereit.

Resthölzer werden verarbeitet

Als zweites Standbein für die Materialversorgung will die Nahwärmefirma unbehandelte Resthölzer von Zimmereien und Holzbauunternehmen zu Hackschnitzel verarbeiten. Im Heizwerk werde dafür extra ein „Palettenknacker“ eingebaut.

Im kommenden Spätherbst sollen die Häuser angeschlossen sein. „Alle sind gespannt und freuen sich, die Stimmung ist gut“, betont Majer.

Die Fördersätze lägen zwischen 30 Prozent und 70 Prozent. Die meisten Antragsteller würden 50 Prozent Zuschuss bekommen.