Die vorgesehene Eröffnung des Tant M Ladens im November wurde auf weiteres verschoben. Ob und wann der Laden öffnen soll ist noch unbekannt.
Geislingen-Erlaheim - Die Erlaheimer werden auf ihren langersehnten Laden weiter hoffen müssen: Nach Monaten langes Warten wurde der geplante Eröffnungstermin abgesagt, der für den 21. November angesetzt gewesen war. Wie Jochen Schwab, von der Chrisma GmbH, die hinter der Kette Tante M steckt, auf Frage unserer Redaktion sagt, steht kein neuer Termin in Aussicht.
Seit Sommer 2021 ist "Helenes Herzstück" an der Durchgangsstraße geschlossen, bis dahin der letzte verbliebene Nahversorgungsladen im Geislinger Teilort. Dann kam die gute Nachricht: Der Betreiber der Kette "Tante M" habe sich dazu entschieden, auch in Erlaheim eine Filiale zu betreiben. Nach mehr als einem Jahr scheinen die Pläne nun zu scheitern.
Begeistert vom Grosselfinger "Tante M"
Die Erlaheimer Ortschaftsräte hatten im Oktober 2021 den neu eröffneten "Tante M"-Laden in Grosselfingen besucht und waren begeistert von dem Konzept. Die Stadt nahm daraufhin Kontakt mit dem Reutlinger Unternehmer Christian Maresch auf, der einen Mitarbeiter zur Besichtigung nach Erlaheim schickte. Maresch ist der Gründer des Unternehmens hinter den "Tante-M"-Läden, die vor allem im ländlichen Raum die Grundversorgung sichern wollen.
Kalte Füße
Daraufhin wurde im April dieses Jahres mit der Eigentümerin des Gebäudes, Helene Ott, verhandelt, welche baulichen Veränderungen vorgenommen werden müssen. Es ging vor allem um einen barrierefreien Eingang. Eigentlich wurde alles von Ott und der Stadtverwaltung getan, doch einen Monat vor der Eröffnung bekam der Franchise-Nehmer kalte Füße.
Die Gründe für die Absage der Eröffnung wollte Jochen Schwab, der für Neuansiedlungen von "Tante M"-Läden verantwortlich ist, nicht nennen. Laut ihm liegt das Problem am Franchise-Nehmer und nicht am Unternehmen selbst. Der Franchise-Nehmer, dessen Name unbekannt ist, habe persönliche Probleme und es sei nicht sicher, ob er weiterhin Interesse an dem Laden habe.
Nach Lösungen wird fieberhaft gesucht
Auch die Stadtverwaltung, die sich an den Kosten für die elektrische Tür beteiligt hat, die vergangene Woche eingebaut worden ist, weiß nicht, wann eine Eröffnung der Selbstbedienungskette möglich ist. Die Chrisma GmbH versichert jedoch, dass sie fieberhaft nach neuen Lösungen suche. Eine davon sei, einen anderen, neuen Ladeninhaber zu finden.
Für die Erlaheimer heißt das: Die Türen von Helene Otts "Herzstück" bleiben, wenn auch elektrisch, geschlossen.