Für den Nachwuchs war natürlich das „Schleckregal“ im neuen Tante-M-Laden“ am wichtigsten. Foto: Schwind

Jetzt gehört auch Sigmarswangen zu den Ortschaften, die einen „Tante-M-Laden“ ihr Eigen nennen können. Den Anstoß gab ein Radio-Spot. Nach zwei Monaten harter Arbeit können die Anwohner von nun ab zwischen 5 und 23 Uhr zahlreiche Artikel kaufen.

Aus „Unser Laden“ wird mit dem „Tante-M-Laden“ der neue Nahversorger in Sigmarswangen. Damit eifert der neue Sigmarswanger Markt als Filiale weiteren 52 Märkten nach, denn so viele gibt es zwischenzeitlich in Deutschland.

 

Das Prinzip ist denkbar einfach, wie Jochen Schwab, Leiter Expansion und Franchise bei Tante M, erklärte. Personal wäre selten vor Ort. Es funktioniere alles weitgehend im Selbstbedienungs- und Selbstbezahlungssystem.

365 Tage geöffnet

Nachdem man seine Einkäufe erledigt habe, gehe es an die Kasse, man scannt seine Ware ab und kann dann bequem mit EC-, Kredit- oder Kundenkarte oder sogar bar bezahlen kann.

Ein weiteres Plus, das für den Nahversorger spricht, sind die wesentlich flexibleren Öffnungszeiten von Morgens 5 Uhr bis Abends 23 Uhr – und das an 365 Tagen.

Ein wachsendes Sortiment

Neben dem Verkauf von Markenprodukten oder Tante-M-Eigenmarken legt Schwab viel Wert auf nachhaltige regionale Produkte. Die rund 1200 Artikel sind in den Regalen sauber strukturiert und auf Augenhöhe angeordnet.

Um möglichst nahe an die Kundenwünsche zu kommen, können diese von den Kunden auf einem Formular notiert werden und so Schritt für Schritt das passende Sortiment gefunden werden.

Kerners feiern große Eröffnung

Helles Holz gibt den Regalen einen freundlichen und hellen Charakter. Alkoholhaltige Getränke und Tabakwaren haben einen eignen Raum, dessen Zutritt nur den über 18-jährigen erlaubt ist und über den Führerschein oder Personalausweis bestätigt werden muss.

Am Dienstag war es dann soweit: Das Ehepaar David und Sarah Kerner konnte den Markt eröffnen. „Heute können wir ein tolles Lädle aufmachen“, verkündete ein strahlender David Kerner.

Viel zu renovieren

Als der alte Laden ganz ausgeräumt war, seien doch einige Überraschungen zu Tage gekommen und man musste deutlich mehr renovieren als gedacht. Deshalb sei das vorgesehene Budget gesprengt worden.

„Ich habe den Laden nicht wieder erkannt“, pflichtete Schwab bei. Für David Kerner war der Genossenschaftsladen in seiner vorherigen Form in der heutigen Zeit nicht haltbar gewesen.

Ein Schmuckstück entsteht

Als eingefleischtem Sigmarswanger und Ortschaftsratsmitglied war es David Kerner ein Herzenswunsch, den Laden neu fortzuführen.

„Vor zwei Monaten wusste ich noch nicht, wie ich es hinbekommen soll“. Eher durch Zufall hörte er, wie er selbst erzählte, vom „Tante-M-Laden“ im Radio.

Mit der Kontakt-Aufnahme stieß Kerner nach der Besichtigung des alten Ladens auf einen begeisternden Jochen Schwab und dann wurde in der durchaus sportlichen Zeit von nur zwei Monaten ein Schmuckstück von Laden geschaffen.

Bevölkerung ist gefragt

Der Sigmarswanger Ortsvorsteherin Sabine Breil war die Freude ins Gesicht geschrieben, dass die Nahversorgung in Sigmarswangen weiter geht.

„Ich wohne jetzt seit 28 Jahren in Sigmarswangen und da gab es immer den Laden“. Breil wünsche sich aber, dass der Laden von der Bevölkerung angenommen werde, damit das Pächterehepaar finanziell auch über die Runde komme.

Schlagerstimmung kommt an

Zur Eröffnung hatte sich auch die Schlagersängerin Daniela Martinez aus Elzach angekündigt. „Bodenständig, hautnah, ehrlich und so herrlich echt“, auf ihrer Homepage.

Mit dieser Art hatte sie die zahlreichen Gäste schnell auf ihrer Seite und sorgte für die richtige Stimmung unter den Besuchern.