Die Stadtratsfraktion verlangt eine Ersatzvornahme bei fehlenden Abfahrtinformationen.
Den weiterhin desolaten Zustand der Bushaltestellen beklagt die SPD-Stadtratsfraktion in einer Stellungnahme. Darin heißt es unter anderem: „Das seit Jahren von den Stadtwerken angekündigte neue Marketingkonzept für den Stadtbusverkehr wurde noch immer nicht in Auftrag gegeben. Die Fahrgastinformation lässt weiterhin zu wünschen übrig.“
Fehlende Informationen werden kritisiert
Die digitalen Anzeigen zeigen laut SPD weiterhin keine Verspätungen, geschweige denn Ausfälle an. Auch fehlen an manchen Haltestellen noch immer ein vor Witterungseinflüssen schützender Unterstand.
Trotz der seit Jahren erfolgenden Beschwerden durch Fahrgäste und Gemeinderäte wegen fehlender, veralteter oder unlesbar gewordener Fahrpläne sowie verblasster Haltestellenbezeichnung und der dort abfahrenden Buslinien sei der Zustand bisher nicht umfassend verbessert, kritisiert Stadträtin Christa Rufer. Stattdessen hat das zuständige Verkehrsunternehmen an einigen Haltestellen zwar aktuelle Fahrpläne angebracht, jedoch die Hinweise auf das Anrufsammeltaxi aus diversen städtischen Fahrplanschaukästen entfernt, wie beispielsweise an den Haltestellen Alter Markt, Burghof oder Weinbrennerstraße. Darüber hinaus waren in den Fahrplänen der Linien 6, 8, 9, 10, 16 die Abfahrtzeiten des Anrufsammeltaxis für die Randzeiten, in denen regulär keine Busse fahren, in den Fahrplänen aufgeführt. Auf den neuen Fahrplänen mit Stand vom 14. Dezember 2025 seien keine AST-Abfahrtszeiten mehr enthalten. Auch die Fahrpläne der Linie 10 (Ortsbus) wurden in den Ortsteilen Brombach, Haagen und Hauingen dort entfernt, wo neue Fahrpläne der SWEG ausgehängt wurden. Fahrgäste können sich derzeit an den betroffenen Haltestellen nicht mehr über die Abfahrtzeiten des Ortsbusses informieren, kritisiert die SPD.
Antrag auf Ersatzvornahme im Gemeinderat gestellt
Um die Attraktivität des ÖPNV in Lörrach zu wahren, darf nach Auffassung der SPD-Stadträte die Stadtverwaltung nicht weiter die Unzuverlässigkeit und Minderleistung der beauftragten Verkehrsunternehmen einfach so hinnehmen und mit Steuergeldern bezahlen. Da diese ihrer Pflicht zur Information der Fahrgäste nicht nachkommen beziehungsweise vorhandene Fahrgastinformationen ersatzlos entfernen, müssten die Stadtwerke eine Ersatzvornahme auf Kosten des dafür verantwortlichen Verkehrsunternehmens vornehmen.
Einen entsprechenden Antrag brachte die SPD-Fraktion in der jüngsten Gemeinderatssitzung ein.