Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember muss auch das neue Dreiland-Klinikum mit dem Stadtbusverkehr erreichbar sein.
Ein Sachstandsbericht der Stadtwerke zu aktuellen Entwicklungen im Stadtbusverkehr war Thema der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik (AUT).
Betriebsleiter Klaus Schallenberger informierte unter anderem darüber, dass nach der erfolgten Ausschreibung im vergangenen Jahr der Stadtbusverkehr mit dem Fahrplanwechsel im Dezember weiterhin von der SWEG durchgeführt wird, während die Ortsbus- und die AST-Verkehre weiter von dem Unternehmen Maxi Taxi übernommen werden. Seit September 2025 habe sich der Betrieb weitgehend normalisiert, ging Schallenberger auf die vieldiskutierten Probleme des von der SWEG betriebenen Stadtbusverkehrs ein.
Im vergangenen Jahr konnte der Fachbereich Tiefbau drei weitere Haltestellen barrierefrei umbauen – am Senigallia Platz, in Haagen Zentrum und Stetten Grenze (Fahrtrichtung Lörrach). In diesem Jahr sollen unter anderem Haltestellen am Karl-Herbster-Platz und auf der Weinbrennerstraße folgen. Die AG „Barrierefreier Ausbau von Bushaltestellen“ begleitet diesen Prozess. Seit 2023 ist es in Lörrach zudem üblich, die Fahrgastunterstände mit einer Dachbegrünung auszustatten.
Einige für 2026 geplante Großbaustellen haben Auswirkungen auf den Busverkehr. So muss beispielsweise die Linie 8 während der Sperrung der Teichstraße umgeleitet werden.
Busanbindung des neuen Klinikums
Eine besondere Herausforderung stellt ab dem kommenden Jahr die Bus-Anbindung an das neue Dreiland-Klinikum dar, das bekanntlich noch länger auf eine eigene S-Bahn-Haltestelle warten muss. Zum Fahrplanwechsel sind nun Verbindungen von Lörrach über den Bahnhof Brombach/Hauingen vorgesehen. Gestartet wird versuchsweise mit einem 30-Minuten-Takt. An Sonn- und Feiertagen fahren die Busse stündlich. Momentan werden noch zusätzliche Fahrten zur Frühschicht geprüft.
Um Verschmutzungen wie Aufkleber oder kleine Schmierereien kümmern sich Mitarbeiter der Stadtwerke, wurde mitgeteilt. Jedoch kämen permanent neue Schmierereien hinzu. Für großflächige Verschmutzungen an den Fahrgastunterständen wiederum wurde eine externe Firma beauftragt, hin und wieder unterstützt durch den Werkhof. Die Fahrpläne an den Haltestellen würden derzeit auf den neuesten Stand gebracht, wie weiter zu erfahren war.
Das Anrufsammeltaxiangebot (AST) werde als Ergänzung zum regulären ÖPNV rege genutzt, wurde weiter mitgeteilt. 2700 AST-Fahrten seien im vergangenen Jahr in Anspruch genommen worden. Die Ortsbuslinie 10 wiederum erfülle ihre wichtige Aufgabe als innerörtliche Ergänzung zu den Linienbussen in Brombach, Haagen und Hauingen. Mehr als 5700 Personen wurden im vergangenen Jahr vom Ortsbus befördert – 800 mehr als im Vorjahr. Bei rund 400 Fahrten wurde die Linie von mobilitätseingeschränkten Personen genutzt.
Dynamische Fahrgastinformation
Die fünfte Dynamische Fahrgastinformation (DFI) wurde im vergangenen Frühjahr nach dem Umbau der Palmstraße an der Haltestelle Senigallia Platz aufgestellt. Bis auf wenige Ausnahmen funktioniere die Darstellung der Abfahrtszeiten in Echtzeit mittlerweile gut, erklärte Schallenberger.
Im Jahr 2025 wurden insgesamt mehr als 51.000 Tickets verkauft, was gut 200.000 Einzelfahrten entspricht. Hinzu kommen Tickets, die über die FAIRTIQ-App verkauft wurden. Gegenüber dem Vorjahr stellt dies einen leichten Rückgang dar. Die Verkaufsstellen für das „Ticket4Lö“ sind im Internet aufgeführt: https://www.loerrach.de/ticket4loe.
Für den neuen Fahrplan und die Anbindung ans Dreiland-Klinikum wünschte sich Christa Rufer (SPD) bei der Aussprache im AUT eine realistischere Herangehensweise mit größeren Pufferzeiten sowie zur Entlastung der Linie 16 Verstärkerbusse zu den Stoßzeiten. Sabine Schumacher (Piraten) wollte Anrufsammeltaxis nicht nur Richtung Basel, sondern auch ins Wiesental hinein. Auch kritisierte sie mitunter schlechte Anbindungen in den Nachstunden durch unbedachte Taktungen. Bernhard Escher (CDU) wünschte sich eine bessere Anbindung von Inzlingen. Die Inzlinger seien ab 20 Uhr abgehängt, hieß es.
Was die genauen Fahrgastzahlen betrifft, versprach Schallenberger für das kommende Jahr Echtzeitdaten, dann nämlich würden die automatischen Fahrgastzählsysteme eingeführt.