Das Bürgerruf-Auto von Bad Liebenzell gilt als unverzichtbar. Foto: Wolfgang Krokauer

Der Bürger- und Kulturverein Bad Liebenzell betreibt derzeit das Bürger-Rufauto in Bad Liebenzell. Die Stadt muss die Zukunft des Projekts aber noch klären. Es gibt jedoch mittlerweile einen Zeitplan, wie es weitergehen soll.

Demnach werden die im Haushalt 2024 eingestellten Mittel in Höhe von 15 000 Euro bis 30. Oktober an den Bürger- und Kulturverein ausbezahlt, teilt die Stadtverwaltung mit. Beantragt waren jedoch 25 000 Euro. Für die Differenz der Summe des Förderantrags gibt es im November einen gesonderten Gemeinderatsbeschluss.

 

Dabei wird eine Verwendung von Mitteln für die Vereinsförderung in Betracht gezogen. Eine Benachteiligung der örtlichen Vereine durch diese Verwendung will die Verwaltung durch einen entsprechenden Gemeinderatsbeschluss ausschließen. Darüber hinaus wird ein Angebot bei einem Carsharing-Anbieter eingeholt. Eine Möglichkeit wäre, das bestehende Fahrzeug zu kaufen oder ein weiteres Leasing. Nach dem Vorliegen der entsprechenden Kalkulation wird geprüft, welches Verfahren in Betracht kommt. Mit dem Carsharing-Anbieter steht die Stadt bereits in Kontakt, teilt die Verwaltung mit. Für das Erstellen des Angebots bezieht die Stadt den Bürger- und Kulturverein mit ein.

Die Förderung des Bürger-Rufautos 2025 ist Thema bei den Haushaltsberatungen. In der Mittelanmeldung für den Haushalt 2025 wird aber bereits ein Betrag vermerkt, über den außerhalb der Haushaltsberatungen in der Novembersitzung separat ein Beschluss gefasst werden soll, teilt die Stadtverwaltung mit.

Sponsoren suchen

„Das Bürger-Rufauto ist unersetzbar“, sagte Dietmar Fischer (CDU) in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates, als das Bürger-Rufauto Thema war. Gerade in den Teilorten sei es mit den Busverbindungen sehr schwierig. Er bedankte sich bei allen, die das Bürgerruf-Auto am Leben halten würden. Martin Hirschberger (CDU) regte an, das Bürger-Rufauto durch Sponsoren mitzufinanzieren.

„Wir stehen hinter dem Bürger-Rufauto“, sagte Felix Eppel im Namen der UL-Fraktion. Nach seiner Meinung sollten viele private Geldgeber gesucht werden (Crowdfunding).

Dietmar Lehmann-Schaufelberger (Grüne) sprach sich ebenfalls dafür aus, das Bürger-Rufauto beizubehalten. Die Stadt sollte schauen, wo es Fördermittel gebe. Er sprach sich dafür aus, Netzwerke im öffentlichen Personennahverkehr zu nutzen. Es gebe sehr viele Quellen. Norbert Maier (AfD) sprach sich ebenfalls für den Erhalt des Bürger-Rufautos aus. Auch er plädierte dafür Sponsoren zu suchen.

Viele Ansätze

Bürgermeister Roberto Chiari freute sich über den Konsens im Gemeinderat. Es werde aber keine leichte Aufgabe, das Bürger-Rufauto zu erhalten. Mittlerweile sei das Ganze ein kleiner Betrieb. Es gebe hier auch eine juristische Thematik. Es seien aber viele Ansätze für eine Lösung vorhanden.