Zweimal in der Woche gibt es die „Nagolder Suppe“. Foto: AGphotographer - stock.adobe.com

Die „Nagolder Suppe“ ist eine wunderbare Idee – findet unser Kommentator. Denn sie ist mehr als ein reines Essensangebot. Sie bekämpft auch die Einsamkeit.

Ab 23. September gibt es zweimal in der Woche im Seniorentreff Mohren auf Spendenbasis das Angebot der „Nagolder Suppe“. Zur Mittagszeit eine kräftige Suppe serviert zu bekommen – gerade für viele Senioren dürfte dieser Gedanke sehr attraktiv sein.

 

Das zeugt davon, wie gut durchdacht das Projekt ist: Eine Suppe - das ist ein niederschwelliges, einfaches Essensangebot. Und doch ist so eine frisch zubereitete Suppe nahrhaft.

Doch erst mit der Geselligkeit wird ein Schuh draus. Dieser Aspekt ist das Salz in der „Nagolder Suppe“. Die Vereinsamung von Menschen ist ein großes Problem unserer Gesellschaft. Auch hier wirkt die „Nagolder Suppe“ entgegen. Die Initiatoren setzen ein Zeichen, ähnlich wie die erfolgreiche Vesperkirche, dass diese Probleme erkannt wurden. Und dass man sie bekämpfen kann – wenn man denn will!

Ein Stück Lebensqualität

Die Nagolder Suppe wird das Problem natürlich nicht lösen. Aber sie hat das Zeug dazu, die Lebenssituation etlicher Menschen zu verbessern. Zwei Mittage, an denen man nicht einsam sein muss, an denen man sich keine Gedanken machen muss, was es heute zu essen gibt, an denen Fernseher oder Radio ausbleiben und man stattdessen mit anderen Menschen gemütlich beim Schwätzle zusammensitzen kann. Für manche Bürger ist das wahrer Luxus. Ein echtes Stück Lebensqualität.

Den vier Initiatoren und ihren Mitstreitern kann man zu diesem gelebten Bürger-Engagement nur Glückwünsche aussprechen. Und natürlich ein Dankeschön.

Da ist er mal wieder, dieser besondere Bürgersinn in dieser Stadt. Da darf man als Nagolder durchaus ein wenig stolz drauf sein. Bei aller Bescheidenheit, versteht sich.