Zahlreiche Schnäppchen gab es beim Ski-Flohmarkt der Nagolder VfL-Wintersportler – der jetzt schon seit 50 Jahren angeboten wird. Foto: Priestersbach

Das war jetzt ein echtes Jubiläum: Bereits seit 50 Jahren richten die Wintersportler des VfL Nagold ihren Ski-Flohmarkt für gebrauchte Wintersportartikel aus.

Nagold - Nach wie vor ist der Ski- und Snowboard-Flohmarkt in der Stadthalle ein lohnendes Ziel für Schnäppchenjäger, die Wert auf Qualität legen.

Zwar gibt es nicht mehr den ganz großen Ansturm früherer Jahre – doch erneut lockte der gut sortierte Flohmarkt etliche Verkäufer und Käufer an. Qualität statt Quantität lautet das Motto bei den VfL-Wintersportlern, die sowohl bei der Annahme wie auch beim Verkauf für eine fachmännische Beratung sorgen. Und nicht nur das: Die Käufer konnten gleich vor Ort die Kanten schleifen und den Belag ihrer neu erworbenen Skier wachsen lassen – ein besonderer Service, der gerne angenommen wird.

Zwei Konkurrenz-Flohmärkte in der Region

Wie Abteilungskassier Klaus Rentschler feststellte, fiel die Anlieferung der Artikel zunächst etwas verhalten aus – was eventuell auch mit zwei Konkurrenz-Flohmärkten in der Region zusammenhing. Aber schließlich wurde doch noch eine gute Auswahl Skier, Snowboards, Skistiefel und Bekleidung zum Verkauf angeboten – und "das zu sensationellen Preisen", wie es Klaus Rentschler formulierte. Für Skisportler und vor allem für Familien mit Ski-begeisterten Kindern bildet der Nagolder Ski-Flohmarkt ohnehin immer wieder eine Fundgrube für qualitativ hochwertige Schnäppchen. Gleichzeitig nutzte die Wintersport-Abteilung die Gelegenheit, um für ihre Ski- und Snowboardkurse zu werben.

"Wir hoffen natürlich, dass wir in diesem Winter wieder mal etwas Schnee bekommen", weiß Klaus Rentschler, dass das Wetter auch für den Erfolg des Ski-Flohmarktes eine große Rolle spielt. "Wenn es so warm ist, denkt noch keiner ans Skifahren", erklärt der Abteilungskassier – und befürchtet mit Blick auf die aktuellen Entwicklungen, dass "Skifahren eventuell einen Luxuscharakter erhält". Erfreulich aus Sicht der Wintersportler war jetzt aber der Umstand, dass die Resonanz jetzt deutlich höher war als noch im Vorjahr mit den ganzen Coronaauflagen wie beispielsweise der Maskenpflicht.

Für ein Stück Nachhaltigkeit sorgen

Für Mitorganisatorin Annette Zymelka ist klar, dass sich seit Corona viel verändert hat – und dass sich viele Familien vor dem Hintergrund steigender Preise "überlegen müssen, ob sie sich das Skifahren noch leisten können". Und gerade deshalb sei der Ski-Flohmarkt für Kinder und Jugendliche eine wichtige Einrichtung, um sich erschwinglich für den Winter ausstatten zu können. Ein weiterer Aspekt ist, dass die Wintersportler mit ihrer Börse auch für ein Stück Nachhaltigkeit sorgen.