Bei der Vollmaringer Halle besteht Sanierungsbedarf. Auch dank lockender Fördermittel aus dem „Sondervermögen“ des Bundes, rückt das Projekt nun in den Fokus.
Wird gar 2026 noch mit der Sanierung begonnen? In Zeiten von Sondervermögen, die eine Bundesregierung zu verteilen hat, können sich die Priorisierungen in einer Kommune durchaus verändern.
Oberste Pflicht in den Rathäusern scheint es derzeit zu sein, immer im Blick zu behalten, welche Förderprogramme Bund oder Land aktuell am Laufen haben, und darauf flexibel die eigenen anstehenden Projekte abzuklopfen.
Das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ (SKS) ist solch ein Programm. Es ist Teil des berühmt-berüchtigten Sondervermögens des Bundes. Und auch in Nagold will man möglichst umfangreich von den Zuschüssen, die bis zu 45 Prozent betragen können, profitieren.
Gemeinderat beschließt Interessensbekundung
So hat Nagold nicht nur offiziell per Ratsbeschluss ein Interesse an der Teilnahme an dem Programm für zwei Kunstrasenplätze in Mindersbach und Hochdorf bekundet. Auch für die Sanierung der Gemeindehalle in Vollmaringen, fasste der Gemeinderat einen entsprechenden Beschluss.
Auf Nachfrage der Redaktion informiert die Stadt Nagold, dass der Förderantrag bereits gestellt sei. Geplant sei zunächst die Erneuerung der Heizung. So entsteht in der Nähe der Halle das neue Feuerwehrgerätehaus. Dort ist eine Nahwärmeversorgung geplant, an die auch die Vollmaringer Halle angeschlossen werden soll.
Die Umsetzung erfolgt auf jeden Fall
Für die neue Heizungsanlage ist ein Anbau erforderlich. Weiter informiert die Stadt: „Die Umsetzung der Heizungsmaßnahme ist für dieses Jahr vorgesehen.“ Und: Die Umsetzung erfolgt auf jeden Fall - unabhängig von einer Förderzusage.
Doch damit nicht genug. In der Gemeindehalle Vollmaringen besteht auch genereller Sanierungsbedarf. Im Rahmen der weiteren Sanierungsplanung sollen nach Angaben der Stadt zusätzlich die Duschen einschließlich der Leitungen grundlegend erneuert werden.
Kosten von mehr als einer Million Euro
Darüber hinaus sei vorgesehen, den Sportboden in der Halle zu erneuern, die Beleuchtung auf LED-Technik umzurüsten, die Schließanlage umzustellen sowie die Fenster in der Halle auszutauschen.
All das summiert sich. „Die grobe Kostenschätzung für das Gesamtvorhaben beläuft sich auf rund 1,06 Millionen Euro“, informiert Nagolds Pressesprecherin Julia Glanzmann.
Im aktuellen Investitionsplan seien bislang aber lediglich die Kosten für die Nahwärmeanbindung der Halle berücksichtigt. In der Drucksache für den Gemeinderat ist die Rede von 480.000 Euro in den Jahren 2026 bis 2028. Die übrigen Maßnahmen sollen – „vorbehaltlich einer positiven Förderzusage des Bundes“ – im nächsten Investitionsplan veranschlagt und im Jahr 2027 umgesetzt werden.