Michael Zistler ist ein Kunstflug-Urgestein. Foto: Kunert

Die Nagolder Piloten Michael Zistler, Alex Baumgartner und Christian Hartmann fliegen jetzt als Kunstflugteam "Classic Synchron Flyers" gemeinsam.

Nagold - Da ist der Funke der Begeisterung fürs Kunstfliegen massiv und nachhaltig übergesprungen: Von ihrem Lehrer und Trainer Michael Zistler ließen sich die beiden Kunstflugpiloten Alex Baumgartner aus Vollmaringen und Christian Hartmann aus Nagold von dessen Kunstflugleidenschaft anstecken. Jetzt macht das Nagolder Trio als Formationsteam auf den Flugtagen der Region gemeinsame Sache.

"Der Formationskunstflug ist eine große Herausforderung an die Piloten", weiß h Michael Zistler. Das gemeinsame Fliegen mit einem Abstand von nur einer Spannweite erfordere nicht nur exzellentes fliegerisches Können und das absolute Beherrschen der Figuren, vor allem seien darüber hinaus Übersicht, Raumgefühl und gegenseitiges Vertrauen für die sichere Durchführung der Flüge eine Grundvoraussetzung.

Choreografie und Anspruch stimmen

Schon bei den Ausbildungen für die Kunstflugberechtigung und zum Start im Doppelschlepp ist die Trainingsgemeinschaft gut zusammengewachsen und hat sich fliegerisch und freundschaftlich bestens weiterentwickelt. Mit ihren attraktiven und bunt bemalten Oldtimerseglern "Pilatus B4" des Nagolder Flugsportvereins stellten die Kunstflieger mit ihrem Coach ein choreografisch harmonisches und fliegerisch anspruchsvolles Programm zusammen, das für die Zuschauer als gemeinsames Balletttänzchen am Himmel durch Rauchpatronen an den Tragflächen noch besser sichtbar ist und zudem mit klassischer Musik am Boden untermalt wird: "Gänsehautfeeling ist dabei garantiert", sagt Christian Hartmann, der für das Equipment zur künstlerischen Umsetzung der Darbietungen verantwortlich ist.

Premiere in Donzdorf

In Donzdorf auf der schwäbischen Alb fand kürzlich die Flugtag-Premiere der "Classic Synchron Flyers" statt. Das Team erntete nach der Landung großen Applaus von den Zuschauern. Manche kamen direkt zu den Piloten und bedankten sich für die Darbietung, die ein wirkliches Glanzlicht im attraktiven und vielseitigen Veranstaltungsprogramm gewesen sei. Da ist es nicht verwunderlich, dass die Formation auf der Stelle fürs nächste Jahr gebucht wurde.

Auf dem heimatlichen Fluggelände auf dem Dürrenhardter Hof trainiert das Trio auch noch im Herbst fleißig, um in der kommenden Saison zahlreichen Zuschauern die Faszination des Fliegens so unmittelbar und "unter die Haut gehend" zu vermitteln.