Auch hinter die Kulissen des Weinladens konnten die Teilnehmer blicken. Foto: Saskia Gärtner

Einen spannenden Blick hinter die Kulissen gab es bei den „Nagoldenen Einblicken“, einer Veranstaltung des Nagolder City-Vereins, die in kürzester Zeit ausgebucht war.

Vier Nagolder Geschäfte hatten nach Feierabend ihre Türen geöffnet und ihre Gäste auf eine kleine Tour durch ihre Firma mitgenommen. Schon nach kurzer Zeit war diese Veranstaltung des Nagolder City-Vereins ausgebucht gewesen. Das lag sicher auch an den vier ausgewählten Geschäften. Daraus entstand eine spannende Kombination vom Filialbetrieb bis zum Traditionsunternehmen.

 

Sandra Lutz vom Wohnglück hatte ihr Konzept im Pop-Up Store getestet. Die Stadt Nagold hatte die Immobilie an prominenter Stelle gegenüber dem Rathaus erworben und fast zwei Jahre lang zusammen mit dem City-Verein als Pop-Up Store angeboten.

Sandra Lutz entschied sich dafür, in den Räumen zu bleiben. Sie verkauft ausgesuchte skandinavische Wohnaccessoires. Besonderen Wert legt sie auf die geschmackvolle Präsentation ihrer Waren. Sie erzählte an diesem Abend in bewegenden Worten von ihrem persönlichen Weg. Als Mutter von vier Kindern betrieb sie in Mötzingen lange Jahre einen kleinen Laden, bevor sie den Schritt nach Nagold wagte.

Ein Traditionsgeschäft in der Nagolder Innenstadt

Ganz anders war die Ausgangslage für Johannes Raaf. Er übernahm das Schuhhaus Raaf, eines der Traditionsgeschäfte in der Nagolder Innenstadt. Als Orthopädieschuhmachermeister setzt er den Schwerpunkt neu.

Mit Raaf 1919 verbindet er Angebote zur Fußgesundheit mit einer Auswahl an attraktiven Schuhen. Johannes Raaf erzählte den Gästen von der Familiengeschichte und von den Herausforderungen eines Umbaus im denkmalgeschützten Haus. Der Urgroßvater war Schuhmacher, seine Frau betrieb in den gleichen Räumen einen Gemischtwarenladen. Johannes Raaf hat die Räume komplett renoviert und mit modernen Räumen für Podologie und Orthopädie ergänzt.

Der Weinladen ging in neue Hände über

Auch der Nagolder Weinladen ist im vergangenen Jahr in neue Hände übergegangen. Franziska Heinrich hat die Firma von Siegrid Plaschke übernommen. Was treibt eine junge Frau an, ihren Beruf aufzugeben und sich in das Abenteuer Weinhandel zu stürzen?

Franziska Heinrich erzählte von ihrer Leidenschaft für Wein und von der Faszination des Umgangs mit Kunden. Als Mitarbeiterin im Weinladen hatte sie die Gelegenheit das Business zunächst einmal zu testen. Mit viel Elan und Begeisterung führt sie den Weinladen weiter. Sie setzt einen neuen Schwerpunkt mit Tastings mit Winzern, Yoga und Wein, Wein und Käse und anderen Veranstaltungen.

Jetzt wissen es alle: Brot ist nicht gleich Brot

Nur ein paar Schritte vom Weinladen entfernt ist Wuschels Backstub eingezogen, eine Filialbäckerei der besonderen Art. Das Familienunternehmen mit Sitz in Deckenpfronn hat die Bäckerei in der Marktstraße von der Familie Miller übernommen. Hier ist der Fokus auf hochwertige Backwaren gerichtet. Zutaten aus der Region, Bioprodukte und ein aufwändiger Backprozess sollen für Geschmack und Bekömmlichkeit sorgen.

Klaus Wunschik, Bäckermeister und Brotsommelier stellte zusammen mit Ehefrau Herta und Sohn Tim das Konzept vor. Wie lange geht der Teig für die Brezel? Wird sie noch von Hand geschlungen? Wie bewahre ich Brot am besten auf? Warum ist Brot, das eine lange Gärzeit hinter sich hat, besonders bekömmlich? Klaus Wunschik plauderte aus dem Nähkästchen unter dem Motto: Brot ist nicht gleich Brot.

Perfekte Gelegenheit, Nagolder Geschäftsleute kennenzulernen

Nach so viel Input wurden die Eindrücke zum Abschluss bei einem Gläschen Sekt im Weinladen geteilt. Der Abend war die perfekte Gelegenheit Nagolder Geschäfte und ihre Inhaberinnen und Inhaber persönlich kennen zu lernen.

Citymanagerin Saskia Gärtner und Projektmitarbeiterin des Nagolder City-Vereins Isabelle Nägele zeigten sich mehr als zufrieden mit dem Erfolg der Nagoldenen Einblicke. Dieses neue Erfolgskonzept wird im Sommer in eine Neuauflage gehen.