Nachdem die Frauengruppe des DAV Nagold die letzten beiden Jahre in den Allgäuer Alpen unterwegs war, startete die Frauenbergtour dieses Mal wieder in Richtung Lechtaler Höhenweg.

Nagold - In Elmen angekommen, wurde ein Auto zum Zielpunkt Gramais hochgestellt. Mit dem Bus ging es die kurvenreiche Strecke bis zum Hahntennjoch hoch. Von dort ging es gut gelaunt los, immer steil bergauf zur Muttekopfhütte. 500 Höhenmeter waren es hoch zum Scharnitzsattel, teilweise mit Seilversicherungen.

Um 15 Uhr war die Gruppe auf der Hütte angekommen und genoss den Ausblick bei Kaffee und Apfelstrudel. Am Abend entschieden sich alle Frauen für die leckeren Knödelvariationen und danach wurde viel gelacht beim UNO-Spielen.

Wunderschönes Bergpanorama

Am zweiten Tag ging es gleich wieder steil bergauf zur Muttekopfscharte auf 2776 Metern. Beim anschließenden bergab gehen wurde gleich Anlauf hoch zum Galtseitejoch auf 2445 Meter genommen. Oben angekommen, wartete ein wunderschönes Bergpanorama und unten lag bereits die Hanauer Hütte, wo dann übernachtet wurde. Nach 1100 Höhenmeter war die Nachtruhe redlich verdient.

Auch am drittenTag begleitete die Bergwanderinnen wieder sonniges Wetter. Das erste Ziel an diesem Tag war das Gufelseejoch, wo ein atemberaubender Blick auf den Gufelsee wartete. Durch blühende Bergwiesen ging es runter und die Badesachen wurden natürlich ausgepackt. Die Erfrischung tat richtig gut, denn anschließend war wieder Schwitzen beim Aufstieg durch ein Geröllfeld angesagt. Bevor die Bitterscharte auf 2535 Metern erreicht wurde, gab es noch eine Herausforderung. Das letzte Stück war ein seilversicherter Klettersteig. Auf dem weiteren Weg zum Württemberger Haus konnten einige Steinböcke entdeckt werden. 1030 Höhenmeter waren auch heute auf der Uhr.

Aufstieg zum Leiterjöchl

An der Hütte standen schon Liegestühle bereit und ein toller Ausblick auf die Alpenkette wurde bei leckerem Essen genossen. In der Hütte gab es leider keine Duschen, doch die Lösung war der Bergbach. Dort gab es eine kreativ gestaltete Dusch- und Bademöglichkeit, die gerne genutzt wurde. Wie in den anderen Hütten, gab es auch dort ein feines Frühstücksbuffet.

Dass am letzten Tag noch 700 Höhenmeter warteten, wurde wohlwollend ausgeblendet. Zuerst Aufstieg zum Leiterjöchl auf 2516 Metern, direkt an-schließend ging es durch einen längeren seilversicherten Kamin hinunter. Und dann ein letztes Mal hoch übers Alblitjoch. Durch Latschenfelder und Bergwiesen ging es lange abwärts. Von verschiedenen Seiten gab es kleine Wasserfälle, die unten im Tal den Gebirgsbach bildeten.

Dort erfrischten sich die Frauen nochmals und liefen dann diesem entlang bis Gramais auf 1021 Meter, wo sie sich zum Abschluss im Restaurant Alpenrose regionale Kuchenspezialitäten schmecken ließen.