Ist der Traubeplatz ein Standort für einen weiteren Spielplatz? Für die Spielplatz-Tester der CDU mit (von links) Sandra Klumpp, Ralf Schumacher, Andreas Grimm, Oliver Mayer, Carl Christian Hirsch und Alexander Stahl ein durchaus realistisches Szenario. Foto: Bernklau

Spielplätze müssen nicht nur Kindern, sondern im Zweifel auch den Eltern und Großeltern gefallen. Nagolder CDU-Kandidaten haben die Plätze im Stadtgebiet getestet und herausgefunden: An der Zahl der Plätze hapert es nicht.

Auf einen der beliebtesten Spielplätze im Stadtgebiet kommen harte Zeiten zu. Eine große Wasser- und Abwasser-Baumaßnahme rund um den Kleb wird die Nutzbarkeit des Kleb-Spielplatzes in den nächsten Monaten vielleicht auch Jahren zumindest einschränken. Diese Pläne haben ein Kandidaten-Team der CDU rund um den Fraktionsvorsitzenden Carl Christian Hirsch dazu animiert, herauszufinden, wie es denn ganz allgemein um die Spielplätze im Nagolder Stadtgebiet bestellt ist? Immerhin will man in Nagold ja eine Stadt für alle Generationen sein.

 

Zunächst einmal stellte sich den Testern die Frage: Wie viele Spielplätze gibt es denn in Nagold und seinen Teilorten? Und da tauchte gleich einmal das erste Problem auf: Auf der Homepage der Stadt hat man 20 gefunden. Doch allein durch ihre eigene Ortskenntnis kamen die Kandidaten auf 28 Spielplätze, die sie unter die Lupe genommen haben.

Alle Spielplätze online und mit Bildern vorstellen

Das brachte das Team rund um Carl Christian Hirsch auf eine erste Anregung in Richtung Stadt. Vor allem online sollten alle im Stadtgebiet vorhandenen Spielplätze vorgestellt werden – am besten natürlich mit Bildern – und auch digital miteinander vernetzt werden, damit Eltern überall den Weg zum nächsten und zu den attraktivsten Spielplätzen finden können.

In diesem Zusammenhang macht Hirsch bei der Vorstellung der Testergebnisse klar: Was die Zahl der Spielplätze angeht, besteht in Nagold eigentlich kein Handlungsbedarf. Eigentlich. Denn die anstehenden Bauarbeiten im Kleb schränken die Nutzung des großen Spielplatzes dort ein. Daher sei es doch sinnvoll, gerade in der Innenstadt nach einem weiteren Standort für einen Spielplatz zu suchen. Und da ist man auf das Areal rund um das Traube-Center gekommen – ob nun auf dem oberen oder dem unteren Traube-Platz. Bei der Stadt liege bereits ein entsprechender Prüfauftrag für diesen Vorschlag vor, so Hirsch weiter.

Anhand einer vorher von den Experten ausgearbeiteten Checkliste

Für den Test der 28 Plätze hat sich Hirsch ein großes Team zusammengeholt: Da gehört der amtierende Gemeinderat und Familienvater Oliver Mayer genauso dazu wie der Hochbau-Techniker Andreas Grimm, die Rechtsanwältin Sandra Klumpp, der Tierarzt Alexander Stahl sowie Gewichtheber Ralf Schumacher und Jens Müssigmann aus Vollmaringen.

Dieses Team teilte sich die Plätze untereinander auf und prüfte sie anhand einer vorher von den Experten ausgearbeiteten Checkliste. Geprüft wurde etwa die Erreichbarkeit, die Ausstattung, die Sauberkeit und die Parkmöglichkeiten – aber auch solche Ausstattungseinzelheiten wie ein Regenschutz, Vesperplatz, Mülleimer und die Sitzmöglichkeiten. Und das nicht nur für Kinder, sondern auch die sie begleitenden Eltern oder auch Großeltern. Für diese Kriterien gaben die Tester dann Schulnoten und für diese Noten entsprechende Punkte: Für eine 1 (= sehr gut) gab es fünf Punkte, für eine 6 (= ungenügend) gab es null Punkte.

Der Sieg geht eindeutig nach Gündringen

Klarer Sieger war der Spielplatz in Gündringen, der auf 51 von 55 möglichen Punkten kam, gefolgt vom Pfrondorfer Platz am Riedwiesenweg (47 Punkte). Auf Platz 3 kam als bester Spielplatz im Innenstadtbereich, der Platz im Riedbrunnen (44 Punkte). Der letzte Platz ging an den Spielplatz an der Altheimer Straße in Hochdorf mit 21 Punkten, 27 Punkte vereinigte der Spielplatz an der Hartriegelstraße am Mittleren Steinberg auf sich. Auf 29 Punkte kam der Spielplatz Bergwaldstraße in Emmingen.

Von wirklich schlechten Spielplätzen wollen die Tester dabei nicht wirklich sprechen, überall sei eine „ordentliche Instandhaltung“ und eine „gute Erreichbarkeit“ gegeben. Wobei an manchen Plätzen noch vor der Spielplatz-Hochsaison noch etliches nachgebessert werden könne.

Angebot für Kleinkinder ist noch überschaubar

Als positive Beispiele nannten die Tester unter anderem das Engagement des Ortschaftsrates Gündringen in Sachen Sonnensegel und der Gündringer Familien für die kollektive Sandspielzeugbox. Während das Thema Tierkot eher keines war, stellte sich heraus, dass generell das Angebot für Kleinkinder aktuell noch überschaubar und auch die Ausstattung mit Mülleimern ausbaufähig ist. Nicht in der Wertung war ein im wahrsten Sinne des Wortes „außergewöhnlicher“ Spielplatz: der erste inklusive Spielplatz der Stadt in Vollmaringen, der unter Federführung des SV Vollmaringen gerade im Entstehen ist.

Bei dem einen Test will es das Team der CDU nicht belassen, denn Spielplätze sind für die Tester ein „immerwährendes“ Thema, das man auch in Zukunft im Blick behalten will – weitere Test sind da nicht ausgeschlossen.