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Nagold Zwei Chöre verschmelzen zu einem

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Musiker aus Hamburg und Nagold warteten in der Stadtkirche mit einem bemerkenswerten Begegnungskonzert auf. Foto: Geisel Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Jacqueline Geisel

Der Norden trifft auf den Süden, Hamburg auf Nagold, Wolfgang-Andreas Schultz auf Johann Sebastian Bach. "Begegnungskonzert" nennt sich dieses musikalische Ereignis, das am Samstag in der Stadtkirche stattfand.

Nagold. Sechs Jahre jung ist der Kammerchor "HamburgVOKAL". Chorleiter Matthias Mensching rief ihn 2010 ins Leben, seither konnten die rund 35 Sängerinnen und Sänger einige Wettbewerbsplatzierungen ergattern.

Auf eine doppelt so lange Zeit des Bestehens blickt der Nagolder Remigius Kammerchor zurück. Gegründet wurde er von ehemaligen Mitgliedern der Christophorus-Kantorei in Altensteig im Jahr 2004. Heute gehören dem gemischten Chor unter Leitung von Anna-Katharina Kalmbach etwa 35 Sängerinnen und Sänger an, zu denen auch ehemalige Mitglieder des Nagolder Vokalensembles sowie der Aurelius Sängerknaben aus Calw zählen.

Diese beiden Größen der Kammermusik vereinten vergangenen Samstag ihre Stimmen und bezauberten mit einem geistlichen Programm knapp 200 Besucher in der Nagolder Stadtkirche.

Andächtige Stille herrschte bei Johann Sebastian Bachs "Singet dem Herr ein neues Lied". Gebannt lauschte das Publikum der Interpretation von "Das dritte Schöpfungswort", im Jahr 2015 komponiert von Wolfgang-Andreas Schultz.

Auch die Chorleiter wechseln sich ab

Auch "Ay Linda amiga", von einem unbekannten Komponisten im 16. Jahrhundert geschrieben, zwei der vier Motetten von Maurice Duruflés "Quatre Motets" sowie zwei Motetten aus Melchior Francks "Hoheliedmotetten" hallten durch das altehrwürdige Nagolder Gemäuer und sorgten für Gänsehaut.

Die beiden Chöre standen bei den einzelnen Vorträgen mal gemeinsam, mal einzeln auf der Bühne oder gar verteilt über die ganze Kirche. Die beiden Chorleiter wechselten sich ebenfalls ab. So floss eine persönliche Note beider Kammerchöre ein, obwohl die rund 70 Sänger vor den Augen und Ohren der Zuhörer scheinbar zu einem einzigen, großen Chor verschmolzen.

Hin und wieder schallten unerwartet instrumentale Klänge durch die Stadtkirche, ebenso lieblich wie die Gesangsstücke, welche sie einleiteten. Ann-Sophie Stephan spielte die Blockflöte, Johannes Orphal die Gitarre, Johannes Kalmbach die Continuo-Orgel und Rahel Klein das Barock-Cello.

Eine kleine Überraschung war die abschließende Freilufteinlage. Spontan verabschiedete der Remigius Kammerchor das Publikum mit "Die Vogelhochzeit" von Fredo Jung, gesungen unter freiem Himmel direkt vor dem Kircheneingang. Fast alle Zuhörer blieben auf dem Weg nach draußen noch einmal stehen, um sich dieses fröhliche Schlusslied nicht entgehen zu lassen.

Dies war bereits das zweite Begegnungskonzert des Hamburger und des Nagolder Kammerchores. Im Herbst vergangenen Jahres stattete der Remigius Kammerchor den Sängern von "HamburgVOKAL" einen Besuch in ihrer Heimatstadt ab. Einen Termin für ein drittes Konzert in dieser "sehr, sehr schönen Gemeinschaft", so Nathalie Reimer vom Remigius Kammerchor, stehe noch nicht fest. Geplant sei eine Fortsetzung aber durchaus.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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