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Nagold Von "native speakers" lernen

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Auch die Proben zu einem Theaterstück machen Spaß und motivieren Englisch zu reden: Bei der Projektwoche am OHG unterrichten Muttersprachler ("native speakers") Schüler der achten Klassen. Foto: Buck Foto: Schwarzwälder Bote

Eine ganze Woche Englisch sprechen? Im OHG ist das derzeit der Fall. Acht Muttersprachler übernehmen den Unterricht in den achten Klassen. Thematisch ist vieles dabei. Die Schüler sollen motiviert werden, die Fremdsprache zu nutzen.

Nagold. Es geht rund in der Sporthalle des OHG in Nagold. Allerdings nicht nur, sondern eigentlich vor allem auf Englisch. Denn am Gymnasium wird derzeit eine Projektwoche für Achtklässler veranstaltet.

Acht Muttersprachler, also "native speakers", unterrichten die Kinder die Woche über. "Die kommen von den Philippinen, den USA, England und aus Australien", erklärt Helmut Brake, der in der Sporthalle dabei ist und zusieht, sich aber bewusst im Hintergrund hält: "Wir Lehrer halten uns da weitestgehend raus, damit die Schüler eben wirklich Englisch sprechen", verdeutlicht er.

Und genau das ist ja auch Sinn der Aktionswoche, die zum ersten Mal am OHG stattfindet. Der Hintergrund: Sprachreisen nach zum Beispiel England sind in Kostenbereiche vorgestoßen, die den finanziellen Rahmen vieler Eltern und auch der Schule pulverisieren. "Mit 400 bis 500 Euro pro Schüler ist man da locker dabei, mindestens. Und das dann für eine ganze Klassenstufe mit über 100 Schülern", rechnet Brake vor. Kostenlos ist die Projektwoche aber auch nicht, doch deutlich billiger ist es allemal.

Um die Kosten zu minimieren zeigen sich denn auch die Schüler einfallsreich. Eine Klasse half Kunden in einem Supermarkt beim Einpacken – und deckte damit sämtliche Kosten für sich. "Schade, dass das nur bei einer geklappt hat, aber sowas stärkt natürlich auch den Zusammenhalt in einer Klasse", so Brake.

Während eine andere Gruppe eine Schnitzeljagd durch die Stadt auf Englisch macht, probt eine weitere ein Theaterstück. Binnen 30 Minuten habe man sich das Konzept überlegt und sei jetzt fleißig am Proben, gibt der Australier Jordan, der die Jugendlichen betreut, Einblicke.

Witze, Zaubereien und Gesang

Und in der Tat läuft die Probe flüssig: Eine Jury veranstaltet eine Art Talentsichtung, verschiedene Gruppen lesen Witze vor, zaubern Mitschüler weg oder geben Gesangskunst zum besten. Für letzteren endet die Soloeinlage allerdings auf dem Boden, da er vom auf die "Bühne" stürmenden Sicherheitsdienst abgeführt wird. Die Jury war wohl nicht sonderlich überzeugt.

Dass das Konzept aufgeht zeigt sich im anschließenden Stuhlkreis. Selbst die Presse muss ihre Fragen auf Englisch stellen, die Schüler antworten allesamt in der gleichen Sprache. Der Tenor: Das Anwenden der Fremdsprache außerhalb des normalen Englischunterrichtes macht Spaß und motiviert die Schüler.

Und auch die "native speakers" sind zufrieden mit den Schülern: "Es klappt super, das Englisch der Kinder ist sehr gut. Sie sprechen auch untereinander", meint Michelle Myers in der Sporthalle, die ebenfalls Australierin und wie ihre Kollegen im Rahmen des Programms "Mein Schulprojekt" an deutschen Schulen tätig ist.

Helmut Brake jedenfalls zieht ein positives Fazit: "Das sind mit Absicht keine Standardlehrer, denn die Schwelle um Englisch zu sprechen soll ja gesenkt werden. Die Schüler werden so motiviert.

 
 

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