Volkshochschule und Konrad-Adenauer-Stiftung laden ein zu einem Abend über Schicksale und Geschichten rund um die Zeit der innerdeutschen Teilung. Foto: Sodar/pixabay Foto: Schwarzwälder Bote

Zeitzeugen: Geschichten rund um die innerdeutsche Grenze

Nagold. Dass das geteilte Deutschland ein Leben in zwei Welten hervorbrachte, wurde vor allem denjenigen schmerzlich bewusst, bei denen die Teilung auch die Familie trennte. Das bewusst physisch Trennende in dieser Zeit war fraglos die "Grenze" mitten durch Deutschland. Und genau diese Grenze ist Fokus der gebührenfreien Veranstaltung am Freitag, 29. November, ab 19 Uhr im Nagolder Kubus, zu der Volkshochschule und Konrad-Adenauer-Stiftung einladen.

Im Mittelpunkt des Abends stehen Geschichte und Geschichten rund um die innerdeutsche Grenze und wie sie persönliche Schicksale einschneidend prägte. Sie war 1392 Kilometer lang und galt als hochsensible, gefährliche und unüberwindbare Trennlinie und Signatur des Kalten Krieges.

Die zwei Referenten sind Zeitzeugen, die in ganz unterschiedlichen Situationen mit dem "Eisernen Vorhang" konfrontiert waren: Dieter Freesemann war beruflich von 1963 bis 1989 mit diesem Teil der Geschichte Deutschlands engstens verbunden. Er war als Beamter des Bundesgrenzschutzes an der innerdeutschen Grenze bei Goslar eingesetzt. Er berichtet über den Aufbau der Grenzbefestigungs­anlagen der DDR zu Westdeutschland und von Erlebnissen in seiner Dienstzeit, die nicht alltäglich waren. Hermes Wünscher hingegen kommt aus Thüringen und studierte in Westberlin. Er wurde durch den Mauerbau plötzlich von seiner alten Heimat und Familie mit Frau und Kindern ausgesperrt. Er setzte alles daran, seine Familie "nachzuholen" – ein Abenteuer, auf das alle sehr gern verzichtet hätten.

Beide Zeitzeugen zeigen auf beeindruckende Weise die Bandbreite dessen, wie der "Eiserne Vorhang" Beruf und persönliche Schicksale einschneidend prägte. Und so erwartet die Gäste ein Abend, der Geschichte, Erlebnisse und Emotionen aufgreift und zum Mitdiskutieren und Fragenstellen an die Referenten anregt.

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