Seit 2020 strebt Nagold ganz offiziell nach den „European Energy Award“. Viel ist in einem ersten Zyklus schon passiert. Am Ziel ist man aber noch nicht. Was schon alles auf dem Weg zur Auszeichnung passiert ist und was noch alles dazu kommt.
Es ist wie ein Puzzlespiel rund um Energie und Klima, das da bei Klimaschutzmanager Kevin Mack zusammenläuft. Jetzt hat Mack dem Gemeinderat präsentiert, was denn schon alles rund um diesen besonderen Preis geschehen ist – und was nicht geklappt hat.
Mit das erste Projekt überhaupt war die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED. Das Projekt hat im Jahr 2018 begonnen. Abgeschlossen ist es aber noch nicht komplett. Die Umsetzungsquote liegt laut dem von Mack vorgelegten Sachstandsbericht bei 95 Prozent – was die städtische Straßenbeleuchtung angeht.
Ein nahe liegendes Projekt ist die Umstellung der Stromversorgung auf Ökostrom. Was die kommunalen Strom-Einkäufe angeht, kann Mack Vollzug melden.
Abgeschlossen sind auch Maßnahmen wie die Erstellung einer CO2 - und Energie-Bilanz für die Stadt, die Veröffentlichung einer Nachhaltigkeits-Broschüre, eine kommunale Wärmeplanung oder die Echtzeit-Fahrgastinformation am ZOB Nagold.
Die Hälfte der Fahrradstraßen bereits umgesetzt
Begonnen hat man freilich auch mit der Einrichtung von Tempo-30-Zonen und von Fahrradstraßen, die beide auch zum „Energy Award“ zählen. Bei den Fahrradstraßen wurden 2,2 von geplanten vier Kilometern bereits umgesetzt.
Auch konkrete Bauprojekte gehören mit ins Portfolio des „European Energy Awards“. Dazu zählen die energetischen Sanierungen des Musiksaals auf dem Lemberg oder der Alten Schule in Pfrondorf. Gerade erst begonnen wurde das große Bauprojekt im Stadtpark Kleb.
Übernahme des Strom- und Gasnetzes sollte Rolle spielen
Und auch das könnte in den Award einfließen. Denn immer wieder erwähnt Oberbürgermeister Jürgen Großmann die Möglichkeit, aus den dort laufenden Abwässern Energie zu gewinnen, mit der man die städtischen Gebäude rund um das Rathaus und möglicherweise auch den Badepark versorgen könnte. Ob, und wenn ja, wann das Realität wird, steht allerdings noch in den Sternen.
Ein anderes Projekt, das eigentlich in den „European Energy Award“ einfließen sollte, ist dagegen spektakulär gescheitert: die Übernahme des Strom- und Gasnetzes.
Allerdings müssen es nicht immer große Projekte oder Aktionen sein, die Auswirkungen auf den „EEA“ haben. Auch mit Aktionen wie dem Stadtradeln oder der Handysammelaktion kann die Stadt Punkte in diesem langen Prozess sammeln.