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Nagold Unbekannter setzt 18 Wachteln aus

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Die Wachteln kamen bei Barbara Münchau unter. Foto: Münchau

Nagold-Hochdorf - Ein Unbekannter hat vergangene Woche in Hochdorf mindestens 18 Wachteln ausgesetzt. Zwölf haben eine vorübergehende Heimat im Gnadenhof von Barbara Münchau in Hochdorf gefunden. Die Polizei hat nicht nur bei der Bergung der ausgesetzten Tiere geholfen, sondern mit Ermittlungen in dem Fall begonnen.

Tiere in schlechtem Zustand

Am Mittwoch, 26. August, wurde gegen 21 Uhr ein Mann in der Nähe des Schützenhauses in Hochdorf dabei beobachtet, wie er einen Sack aus dem Auto holte, dort ausschüttete und schnellstens mit dem Auto wieder verschwand. Zeugen vermuteten die Ablagerung illegalen Abfalls, wie es dort schon öfters vorgekommen ist, und schauten nach. Zu ihrem Entsetzen entdeckten sie 18 ausgesetzte lebende Wachteln, die sich dort verstört aneinander drängten.

Die sofort benachrichtigte Polizei half, so viele wie möglich einzufangen. Zwölf Tiere konnten geborgen und in Kameldoc´s Tierfarm in Hochdorf zunächst untergebracht und mit Futter und Wasser versorgt werden.

Ein Tier blind

"Abgesehen von großem Durst und Hunger waren die Tiere in einem schlechten Ernährungs- und Pflegezustand, einige wiesen Verletzungen auf, Stress und Schwäche hatten ihnen sichtbar zugesetzt", berichtet Barbara Münchau. Ein Tier war blind, zwei habe sie zusätzlich tierärztlich versorgt, so Barbara Münchau weiter. Einige hatten einen gelben oder grünen Plastikring ohne Nummer.

Für sie ist klar: "Das Aussetzen von Haustieren, die ja an regelmäßige Versorgung gewöhnt sind, noch dazu in einem Gebiet, wo sie weder Wasser – es herrschte Trockenheit – noch Nahrung finden, ist eindeutig ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz", macht sie deutlich. Dies auch noch einem blinden Tier anzutun, das sich ohnehin nicht zurecht findet, lasse "Rückschlüsse auf einen gefühl- und herzlosen Menschen mit erbarmungsloser Grundeinstellung gegenüber Schmerz und Not empfindenden Lebewesen zu", schreibt die Tierfreundin in einer Stellungnahme. Münchau mutmaßt, dass der Mann sich der Tiere deshalb rücksichtslos "auf billige Art entledigt", habe, um möglicherweise Gebühren für die ordnungsgemäße Schlachtung zu sparen.

Polizei ermittelt

Die Polizei in Nagold und Haiterbach hat nun Ermittlungen aufgenommen. Sollten noch weitere Wachteln auftauchen, so können sie bei der Tierfarm abgegeben werden.

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